WDR LOKALZEIT Bonn: Video vom 07.07.08

WDR LOKALZEIT Bonn:
Video vom 07.07.08 
mehr...

Bürgermeisterwahl 2018 / 5 Fragen - 5 Antworten
 

 

Dr. Peter WybornyFünf Fragen und fünf Antworten für die Remagener Nachrichten:


Was motiviert Sie, Remagener Stadtbürgermeister werden zu wollen?

Ich bin seit 14 Jahren Stadtratsmitglied und konnte in dieser Zeit zahlreiche Erfahrungen sammeln. Vieles, was ich in dieser Funktion erlebe, entspricht nicht meinen Vorstellungen einer attraktiven Stadtgestaltung. Ich bin dafür bekannt, dass ich Kritik, aber auch konstruktive Vorschläge einbringe, die bisher aufgrund festgefahrener Konstellationen nicht berücksichtigt wurden. Meine 25-jährige Tätigkeit in einer Bundesbehörde, meine logische und analytische Denkweise und meine Liebe zur Heimatstadt Remagen geben mir das Rüstzeug, mich um das Amt des Bürgermeisters zu bewerben. Ich bin der Meinung, dass es im Wettbewerb aller Parteien immer nur um das Ziel, die beste Lösung für Remagen zu finden, gehen sollte. Ich möchte Bürgermeister der Gesamtstadt Remagen werden, weil unsere Stadt eine starke Persönlichkeit braucht, um die anstehenden Entwicklungen umzusetzen.
Wie wollen Sie es künftig schaffen, Besucher der Rheinpromenade in die Innenstadt zu bringen?
Schilder, die die Besucher der Rheinpromenade einladen, Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt zu besichtigen, gibt es meiner Meinung nach genug. Bisher wurde die Gruppe der jungen Familien bei allen Planungen um die Innenstadt ein wenig außer Acht gelassen. Ich stelle mir vor, dass es ohne großen Aufwand möglich sein müsste, dieser jüngeren Generation ebenfalls Anlässe zu bieten, die Innenstadt aufzusuchen. Ich denke dabei an eine Art Schnitzeljagd, die eventuell auch mit einer Smartphone-App gestartet werden kann. Bei einer solchen GPS gesteuerten Stadtführung, müssten die Besucher Fragen beantworten oder Zielpunkte finden, die nur dann zum Erfolg führen, wenn die entsprechenden Orte in der Innenstadt aufgesucht wurden. Ebenso favorisiere ich den Aufbau eines Plasmaschirms irgendwo gut sichtbar, der durch wechselnde Werbung auf die Innenstadt aufmerksam macht.

Inwiefern wollen Sie in der Remagener Innenstadt für mehr Parkplätze sorgen?

Ein Beispiel: Beim Ausbau der Bahnhofstraße sind mehrere sogenannte Springerparkplätze weggefallen. Während der Planungen habe ich als einziger gegen 31 Stimmen von CDU, SPD, FBL, FDP und Grüne für den Erhalt dieser Parkplätze gestimmt. Jeder Parkplatz wird gebraucht, um die Geschäfte in der Innenstadt zu unterstützen. Woher jedoch Raum für Parkplätze nehmen, der dort, wo er am nötigsten gebraucht wird, einfach nicht (mehr) vorhanden ist? Es gibt zahlreiche Ideen, die eine Prüfung wert sind, wie z. B. die Anschaffung von Citybikes, der Ausbau sogenannter Mitfahrerbänke, des ÖPNV oder der Bau eines Parkdecks an der B9 (Vorschlag von Mitbewerber Wickord) oder warum nicht sogar eine Tiefgarage unter dem Kaisersparkplatz? Ein Bürgermeister muss jedoch realistisch sein und ich sorge deshalb zunächst dafür, dass bestehender Parkraum durch Bebauung nicht weiter wegfällt.

Wie wollen Sie künftig den Bedarf an Gewerbeflächen decken?

Die Zunahme der Gewerbeeinnahmen von 2,2 Mio. auf fast 6 Mio. Euro basiert auf Entscheidungen, die noch unter Bürgermeister Kürten gefasst wurden. Diesen Beschlüssen haben wir heute unsere positive Haushaltssituation zu verdanken. Unstrittig dürften die vorhandenen und geplanten Erweiterungen sein, wie sie längst entschieden und diskutiert werden. Wenn die noch freien Flächen enger werden, sollte auf mehr Klasse als Masse geachtet werden. Die damalige Idee, Startups im Zusammenspiel mit der FH anzusiedeln, hat leider in der Praxis nicht immer geklappt. Meist wurde zugegriffen, was sich anbot. Es muss zukünftig geprüft werden, welche Flächen in den Stadtteilen für Gewerbe zur Verfügung stehen, um auch hier eine Gleichbehandlung zu erreichen.

Wie wollen Sie künftig den Bedarf an Bauplätzen decken?

In Remagen haben wir das Glück unter anderem auch von der guten Entwicklung des Bonner Raumes zu profitieren. Viele Menschen bevorzugen Remagen als einen dauerhaften guten Wohnort für sich und ihre Familien. Es liegt auf der Hand, dass Bauland nicht in unendlicher Anzahl vorhanden ist. Besonders junge Familien möchten in ihrer Heimat ihr Häuschen bauen und suchen oftmals verzweifelt bezahlbaren Baugrund. Alle möglichen Flächen sollten geprüft werden, ob sie als Bauland infrage kommen. Jedoch darf bei der Ausweisung neuer Baugebiete die damit zusammenhängende Weiterentwicklung der Infrastruktur (Kindergarten-/Schulplätze, Nahversorgung etc.) nicht vergessen werden. Die Schließung von Baulücken, das Zusammenwachsen von Kripp und Kernstadt, Erschließung der Waldburg oder Flächen in den Ortsteilen muss von der Verwaltung geprüft werden.

 

Impressum WählerGruppe Remagen e.V. Diese Seite Weiterempfehlen