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RZ-Online Artikelarchiv vom 09.02.2008

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Hafen: 59 Liegeplätze verkauft

 

 

Zwei Ehepaare aus der Region steigen in Oberwinterer Marina ein und erwerben mehr als die Hälfte der Ankerstelle

 

Zwei Ehepaare haben 59 der 114 Liegeplätze im Oberwinterer Hafen gekauft, "damit Ruhe und Sicherheit im Hafen einkehren". Bei zwei Versteigerungsterminen konnten vorher nur fünf Liegeplätze an den Mann gebracht werden.

 

OBERWINTER. Der Geschichte um den Verkauf des Oberwinterer Jachthafens ist ein weiteres Kapitel hinzugefügt worden. Jutta und Erwin Handloser aus Oberwinter sowie Susanne und Rainer Wirz aus Bonn haben bereits am 2. Januar 2008 über die Westdeutsche Genossenschafts-Zentralbank (WGZ-Bank), Gläubigerbank des in Insolvenz gegangenen Vorbesitzers Friedrich Dworak, 59 der insgesamt 114 Liegeplätze von ihm aufgekauft. Die neuen Eigentümer haben nun in der Eigentümerversammlung die Mehrheit der Stimmen. Eine Eintragung in das Grundbuch läuft.

 

Auch das Pfannkuchenschiff gehört jetzt den beiden Ehepaaren. Mit neuen Besitzern und neuer Mannschaft soll es als kulinarische Steuerzentrale für Festanlieger und durchreisende Gäste dienen. Neben den beiden genannten Ehepaaren nutzen 32 weitere Privatleute einen eigenen Liegeplatz von durchschnittlich 60 Quadratmeter Größe für ihr Boot. Bisher gehörten fast 80 Prozent der vorhandenen Nutz- und Wasserfläche dem Österreicher Friedrich Dworak.

 

Bereits im April 2006 sollten beim Amtsgericht in Sinzig die Hafenanteile von Dworak versteigert werden. Es fand sich aber lediglich ein Abnehmer für zwei Liegeplätze. Und der kam aus der neu gegründeten Wiener Firma "Quality Marine GmbH", der Nachfolgefirma des Ursprungsbesitzers. Drei weitere Liegeplätze fanden innerhalb einer Zwangsversteigerung im Jahr 2007 einen neuen Eigentümer.

 

Ein weiterer, für den 12. März 2008 angesetzter Versteigerungstermin wurde nun angesichts der neuen Entwicklung abgesagt. "Wir haben die Liegeplätze gekauft, um in der Eigentümerversammlung die Mehrheit zu haben, damit es mit dem Hafen vorwärts geht und endlich Sicherheit herrscht", erklärten Jutta und Erwin Handloser im Gespräch mit der Rhein- Zeitung.

 

Der Hafen liegt den beiden Bootsfreunden sehr am Herzen, denn bereits seit 2001 haben sie ihr Boot hier liegen und sie sind sogar so heimisch geworden, dass sie nun ganz auf ihrer 12,80-Meter-Jacht leben und sich mit um den laufenden Betrieb des Hafens kümmern. Und da gibt es immer etwas zu tun. Investitionen sind vorerst nicht geplant. Es ist alles vorhanden, in brauchbarem Zustand und erst einmal soll in den Geschäften Ruhe einkehren.

 

Die 59 erworbenen Liegeplätze wollen die beiden Ehepaare natürlich nicht für sich allein nutzen. Für etwa 1000 Euro im Jahr, je nach Wasserfläche, möchten sie die Plätze an Interessenten vermieten. "Wir betrachten das als unsere Rente", so der 61-jährige Erwin Handloser. Bedarf an Liegeplätzen ist da, denn so viele Jachthäfen gibt es entlang des Rheins nicht und ein Boot zu besitzen, kommt immer mehr in Mode. So hat sich zum Beispiel schon vor etlichen Jahren an der Hafeneinfahrt in Oberwinter der Yachtclub Bonn niedergelassen. Der Yachtclub Oberwinter ist im Jahr 2000 nach Brohl ausgewandert, obwohl eigentlich noch Platz gewesen wäre. Lediglich der Yachtclub Mittelrhein hat noch im Hafen Oberwinter seine Liegeplätze. (tar/ua)

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