WDR LOKALZEIT Bonn: Video vom 07.07.08

WDR LOKALZEIT Bonn:
Video vom 07.07.08 
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 Thema der aktuellen Sendung „WDR-Lokalzeit Bonn“ am 15.03.2010

(Norbert Hiller)

Herr Asbeck und der Zaun 

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Im Wald von Remagen gibt es Ärger. Der Chef des Bonner Solarzellenkonzern Solarworld hat einen Zaun gebaut, der den Anwohnern dort gar nicht passt. Er ist Besitzer des alten Jagdschlosses Calmuth, dass er seit einem Jahr renovieren lässt. Seitdem kauft er rundum immer mehr Wald dazu. Monatelang merkten die Anwohner nicht, dass der Waldbesitzer gewechselt hatte. Doch jetzt ist die Schonzeit wohl vorbei. Frank Asbeck investiert: In kilometerlange, solide Stahlzäune.

Remagen 1 Kilometer Zaun Dungkopf

Ein Kilometer Zaun steht bereits, ca. fünf Kilometer sollen es werden.

Wer vom Remagener Stadtteil Unkelbach aus loswandert, kann nicht einfach in den Wald hineinlaufen. Es geht jetzt immer nur am Zaun lang. Ein Kilometer steht schon, ca. fünf Kilometer sollen es werden. Die Anwohner des Remagener Waldes sind restlos bedient. Tatsächlich verströmt der Zaun im Erholungsgebiet den Charme eine Zonengrenze. Circa eine Million Euro lässt sich Waldbesitzer Frank Asbeck den Zaun kosten. Der Bonner Multimillionär ist Besitzer der Solarenergiekonzerns Solarworld. Ein Interview mit dem WDR lehnt er ab. Am Telefon sagt er nur kurz: Alle Aufregung sei unnötig. Der Zaun sei eine Auflage der Kreisbehörde. Er schütze die Abrisskante eines Steinbruches. Der Zaun verhindere, dass Wanderer abstürzen könnten. Scheinbar überzeugende Argumente. Und doch ordnete die zuständige Kreisverwaltung in Ahrweiler jetzt einen Baustop an. Wollte sich aber vor der Kamera nicht äußern. Ein dem WDR vorliegendes Dokument beweist, dass Asbeck eine andere Auflage hatte: Verlängerung des knapp zwei Kilometer langen Zauns um 121 Meter. Abstand zur Hangkante 15 Meter.

Der Zaun steht zu weit vom Steinbruch entfernt

Zaunbau Calmuth-Tal Asbeck 

Trotz Baustopp durch die Kreisverwaltung: Frank Asbeck lässt (im Calmuth-Tal) weiterbauen.

Ute Kreienmeier sammelt Beweise. Längst ist klar, dass der Zaun viel zu weit vom Steinbruch entfernt steht. Die Vorsitzende der Wählergruppe Remagen will genau wie die Anwohner, dass die Zäune wieder verschwinden. Jeden Tag macht sie Kontrollgänge rund um Asbecks Schloss Calmuth. Ständig findet sie Beweise, dass er noch mehr neue Zäune plant. Zur Zeit wird das große Hauptportal errichtet. Dafür braucht man eigentlich einen Bauantrag. Ein paar Meter weiter sind schon wieder 100 Meter Haltestangen neu einbetoniert worden. Gestern (14.03.2010) waren sie noch nicht da. Ute Kreienmeier macht Beweisphotos. Trotz des Baustops der Kreisverwaltung lässt Frank Asbeck weiterbauen. Ute Kreienmeier glaubt, dass Frank Asbeck das viele Geld für den Zaun umsonst ausgibt. Die Remagener wollen weiterhin für den freien Zugang zum Wald kämpfen. (Quelle: WDR-Lokalzeit Bonn)

 

 Zaunbau Callmuth-Tal Asbeck

Nach Baustopp am Dungkopf jetzt neuer Zaunbau im Calmuth-Tal :

Frank Asbeck - Der "Zaunkönig von Remagen"

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Remagen, den 12.03.2010

Heute ließ uns die Präsidentin der Struktur- und Genehmigungsbehörde (SGD-Nord) folgendes mitteilen: Mit Bescheid vom 2. März 2010 hat die zuständige untere Bauaufsichtsbehörde bei der Kreisverwaltung Ahrweiler gegenüber dem Bauherrn die sofortige Einstellung der Bauarbeiten zur Errichtung eines Metallgitterzaunes auf dem besagten Grundstück in der Gemarkung Unkelbach verfügt“.

 

Unterdessen hat Frank Asbeck, der ganz offenbar vom Sonnenkönig zum Zaunkönig mutierte Solarunternehmer, seine Zaunbauaktivitäten kurzer Hand ins Calmuth-Tal verlegt, um nun dort –nach unseren Informationen ebenfalls ungenehmigt- zwei weitere Wildgatter zu errichten.

 

Was passiert hier eigentlich rund um Jagdschloss Calmuth? – Spielen die Bauaufsichtsbehörden mit Öffentlichkeit und Politik „Katz und Maus“? Oder tanzt etwa ein selbstherrlicher Jagdschlossbesitzer den selben Behörden nach Belieben auf der Nase herum?

 

Uns lässt hierzu ein Zitat aus dem General-Anzeiger vom 31.12.2008 unter der Rubrik „Wer auffiel – und warum“ aufhorchen: Asbeck: „Wenn`s nicht genehmigt wird, wird es durchgeboxt!“

 

Calmuth-Tal,  Zaunbau, Asbeck

Der neue Zaunbau im Calmuth-Tal macht jetzt auch nicht Halt vor dem Versperren von vorhandenen Wegen im Wald.

 

 

 Asbeck Zaunbau Dungkopf Remagen-Unkelbach

Behördentermin nach Baustopp am Dungkopf:

Nun doch Genehmigung als Wildgehege statt Naherholungsgebiet für die Menschen?

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Remagen, den 09.03.2010

Der Behördentermin mit Stadt, Kreis sowie Aufsichtsbehörde an Asbecks Zaunbau um den "Dungkopf" in Remagen hat entgegen anders lautenden Ankündigungen bereits am Dienstag (09.03.2010) stattgefunden.

Muss der Zaun jetzt wieder von Asbeck rückgebaut werden? Der WählerGruppe Remagen liegen erste Informationen mit der Tendenz vor, wonach die Behörden als „Kompromiss“ die bauplanungsrechtliche Zulässigkeit der bislang ungenehmigten Einzäunung um das 34 Hektar große Naherholungsgebiet „Dungkopf“ nachträglich über die Genehmigung eines Wildgeheges als „privilegierte Landwirtschaft“ im Sinne des § 35 Abs. 1 Nr. 1 Baugesetzbuch herstellen wollen.

Also doch ein Wildgehege für die Anzucht von jagdbarem Wild statt ein Naherholungsgebiet für die Menschen? In der Presse („EXPRESS“ vom 8. März 2010) hat Waldbesitzer Frank Asbeck den Gedanken eines Wildgehegebetriebes jedenfalls noch weit von sich gewiesen. Von Einzäunung des Geländes und einer Muffelwidderzucht könne keine Rede sein. (Zitat Asbeck: „Das ist völliger Quatsch. Ich freue mich, wenn Menschen dort spazieren gehen wollen.“ Und was wird aus den naturschutzrechtlichen Belangen im Steinbruch, zum Beispiel als Lebensraum der seltenen Geburtshelferkröte (Rote Liste)?

Warten auf Informationen in der Stadtratssitzung am Montag: Ratsmitglieder und Bürgerschaft erwarten von der Stadtverwaltung am Montag mit Recht belastbare Informationen und ein Bild darüber, was Asbeck im Calmuth-Tal alles plant und vor allem, wie die Behörden mit der unverhältnismäßigen Einzäunung am Dungkopf umgehen wollen.

 

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