WDR LOKALZEIT Bonn: Video vom 07.07.08

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Archiv / Aktuelles 2005-2011 / Veröffentlichungen 2005-2011 / Alte Liebe: Kreienmeier u. Lopez an Land
 

Bauvorhaben „Alte Liebe“ Oberwinter

Kreienmeier und Lopez wenden sich
an Landrat und EU-Kommission

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Der Schutz der Rheinhänge bleibt auch nach der jüngsten Stadtratssitzung weiterhin heftig umstritten. Nachdem Bürgermeister Herbert Georgi mittlerweile den Wegeerschließungsvertrag für das Bauvorhaben "Alte Liebe" unterzeichnet hat, schreiben nun die Ratsmitglieder Antonio Lopez (Bündnis90/Die Grünen) und Ute Kreienmeier (WählerGruppe Remagen) an Landrat Jürgen Pföhler. Gleichzeitig  schalten sie die EU-Kommission in Brüssel ein.

„Müssen wir in den Rheinhängen zukünftig mit einem erhöhten Risiko von neuen Hangrutschungen rechnen?“, fragen sich die beiden besorgten Ratsmitglieder. Bürgermeister Herbert Georgi habe jedenfalls in der vergangenen Woche mit seiner Unterschrift unter dem umstrittenen Wegeerschließungsvertrag "Alte Liebe" sprichwörtlich "den Weg frei gemacht" für einen erneuten Eingriff in die Rheinhänge von Oberwinter. Auf der Grundlage dieses Vertrages will die Stadt Remagen einem privaten Bauherrn aus Oberwinter das Recht einräumen, die im Steilhang liegende Zuwegung von der Feuerwehr Oberwinter bis zur „Alten Liebe“ auszubauen. Der Weg ist Eigentum der Stadt. Voraussetzung ist allerdings noch die Baugenehmigung der Kreisverwaltung Ahrweiler für einen großzügig geplanten Neubau des vorhandenen Wochenendhauses "Alte Liebe".

Nach der zwischen Stadt und Bauherr getroffenen Vereinbarung soll die Wegebreite von jetzt zwei Meter auf drei Meter ausgebaut werden. Auch ohne FFH-Gebiet (Flora-Fauna-Habitat) ist das nach Ansicht der beiden Ratsmitglieder ein erheblicher bautechnischer Eingriff in den Steilhang, der nicht nur ihrer Meinung nach zu viele Risiken für Natur- und Landschaft und auch die Sicherheit der Bevölkerung mit sich bringen würde.

Die beiden Ratsmitglieder hoffen nun, dass Landrat Jürgen Pföhler als zuständige Baugenehmigungsbehörde das Bauvorhaben noch verhindern werde. Gleichzeitig haben sie ein gemeinsames Schreiben an die EU-Kommission in Brüssel auf den Weg gebracht, um auf mögliche Rechtsverstöße gegen die EU-Richtlinie "Flora-Fauna-Habitat" hinzuweisen.

 

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