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Artikelarchiv vom 18.07.2007
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Asbestschiff Bellevue ist noch immer da

 

Entsorgung auf dem Werftgelände verzögert sich, weil notwendige Messwerte fehlen - Zerlegung des Wracks soll in wenigen Tagen beginnen

 

Rolandseck wird sein "Schrottschiff" nicht los. Die asbestverseuchte "Bellevue", ein ehemaliger Ausflugsdampfer, sollte eigentlich schon zu Jahresbeginn vom Werftgelände verschwunden sein.

 

ROLANDSECK. Die Verzögerung bei der Beseitigung des mit Asbest verseuchten Schiffes "Bellevue", das seit zehn Jahren am Rhein bei Oberwinter liegt, rief erneut den Unmut der Wählergruppe Kreienmeier hervor. Die vollständige Entsorgung des Schiffswracks kündigte die Kreisverwaltung nach einer Aufforderung durch die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord für Ende 2006 an. Als im Juni immer noch nichts in dieser Richtung geschehen war, wandte sich Ute Kreienmeier erneut an die SGD Nord.

 

Jetzt scheint die Entsorgung nicht mehr lange auf sich warten zu lassen, wie Walter Reichling vom Abfallwirtschaftsbetrieb des Kreises auf Anfrage der Rhein-Zeitung erklärte. Er rechnet damit, dass in wenigen Tagen mit der Zerlegung des Schiffsrumpfes auf dem Trockendock begonnen werden kann. "Nachdem die Freimessung durch den TÜV über das erste Deck schon vorliegt, erwarten wir die Ergebnisse über das zweite Deck in wenigen Tagen", so Reichling gegenüber der Rhein-Zeitung.

 

Die Verzögerung erklärt der AWB-Leiter Reichling auch damit, dass "es sich bei der Entsorgungsfirma um einen kleinen Betrieb handelt, der aber zuverlässig arbeitet". Man habe sich für die Firma entschieden, weil sie mit ihrem Angebot in Höhe von 60 000 Euro weit unter dem nächsthöheren, etwa doppelt so teurem, lag. Einen Teil der Entsorgungskosten trägt die Kreisverwaltung, einen weiteren die Schiffswerft, auf deren Gelände die "Bellevue" allmählich verrottet. Die Freimessungen, die gewährleisten sollen, dass keine Asbestrückstände mehr in der Luft sind, konnten nur bei einem Luftfeuchtigkeitsanteil von weniger als 70 Prozent durchgeführt werden. Durch den häufigen Regen der vergangenen Wochen waren einige Messtermine sprichwörtlich ins Wasser gefallen.    (jus)

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