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Artikelarchiv vom 11.04.2008

 General-Anzeiger

Ausflugsschiff geht in Oberwinter
in Flammen auf

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Das Feuer vernichtet die Einrichtung der 53 Meter langen "Stadt Koblenz" - 60 Wehrleute sind auf der Werft in Oberwinter im Einsatz - Brandursache ist unklar

Von Andreas Wetzlar

Oberwinter. Zu einem Großeinsatz in der Oberwinterer Schiffswerft sind am Donnerstag die Feuerwehren von Remagen, Oberwinter, Kripp und Rolandswerth ausgerückt. Gegen 6.30 Uhr war bei der Polizei Remagen die Meldung eingegangen: "Auf der Werft brennt es lichterloh." Stadtwehrleiter Michael Zimmermann löste Großalarm aus. 

Aus bislang unbekannter Ursache war die "Stadt Koblenz" in Brand geraten. Innerhalb kürzester Zeit breitete sich das Feuer im Innenraum des 53 Meter langen und sieben Meter breiten Ausflugsschiffs aus. Dabei wurden sowohl die Innenverkleidung als auch das gesamte Mobiliar sowie der Küchen- und Sanitärbereich gänzlich zerstört. Personen kamen nicht zu Schaden.

 

"Das Schiff lag eigentlich nur für Routinearbeiten wie die Inspektion des Rumpfes und den Anstrich des Schiffsbodens auf dem Trockenen", sagte Schiffseigner Alexander Hölzenbein dem General-Anzeiger auf der Werft. Zur Höhe des Schadens vermochte er am Donnerstag noch keine Angaben zu machen.

 

"Zum Glück scheint die Statik des Bootes nicht beeinträchtigt. Klar ist allerdings, dass wir die nächsten Wochen einige Verpflichtungen nicht mit diesem Schiff einhalten können", sagte Hölzenbein mit Blick auf ein gut gefülltes Auftragsbuch und die Großveranstaltung "Rhein in Flammen". Den Schaden am Schiff bekomme er zwar vermutlich von der Versicherung ersetzt, der finanzielle Ausfall aufgrund entgangener Fahrten gehe allerdings auf seine Kosten.

 

Obwohl die Einsatzstelle in unmittelbarer Nachbarschaft zum Rhein lag, wurden die Helfer bei der Verlegung der Löschleitungen zunächst auf eine Probe gestellt. "Wegen der enormen Hitzeentwicklung hatten wir zunächst eine Löschleitung vom Hydranten auf der B 9 aus zur Werft verlegt. Das führte aber im Berufsverkehr trotz so genannter Schlauchbrücken zu erheblichen Behinderungen. Letztlich haben wir eine Pumpleitung vom Rhein aus verlegen müssen, um die beiden Angriffstrupps mit Wasser versorgen zu können", erläuterte Zimmermann den Ablauf.

 

Wegen der im Schiff verbauten Materialien Holz und Kunststoff und der damit verbundenen Flammen- und Hitzeentwicklung konnten sich die Einsatzkräfte nur unter schwerem Atemschutz dem Feuer nähern. Zudem wurde Löschschaum eingesetzt, um die Flammen zu ersticken. Vorsorglich wurde auch eine Ölsperre im Rhein errichtet. Bis in die Mittagsstunden waren rund 60 Wehrleute mit den Brandsicherungs- und Aufräumarbeiten an der Oberwinterer Werft beschäftigt.

 

 

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