STADT REMAGEN DER BÜRGERMEISTER
Herrn Landrat Frithjof Kühn Kreisverwaltung Rhein-Sieg-Kreis Kaiser-Wilhelm-Platz 1
53721 Siegburg
11.09.2007
Sehr geehrter Herr Landrat Kühn,
mit großem Interesse verfolgen wir von Remagen aus die Fortschritte im Hinblick auf die Qualifizierung des Siebengebirges als Nationalpark. Wir gratulieren Ihnen zu die- ser Entwicklung und hoffen, dass sie zu einem positiven Abschluss gebracht werden kann.
Beinahe gleichzeitig wird in Remagen mit dem Arp-Museum ein einzigartiges Kultur- projekt verwirklicht, das in Rheinland-Pfalz seinesgleichen sucht. Rolandseck wird ab dem Tage der Eröffnung am 28. September über ein Ensemble aus alter und neuer Architektur verfügen, das auf lange Sicht ein wichtiger Besuchermagnet sein wird.
Die Aufwertung des Siebengebirges und die Einrichtung des Museums in einer Ent- fernung von einem knappen Kilometer sind zwei touristische Alleinstellungsmerkma- le, die meines Erachtens durch den Rhein nicht getrennt, sondern eher noch aufge- wertet werden.
An einer gemeinsamen touristischen Vermarktung ist die Stadt Remagen daher sehr interessiert. Ich wäre Ihnen, sehr geehrter Herr Kühn, überaus dankbar, wenn Sie auf der Chefebene die Weichenstellungen vornehmen würden, damit wir frühzeitig in die Vermarktungsstrategien eingebunden werden. Gleichzeitig werden wir von Remagener Seite aus selbständig dafür sorgen, dass die Kooperation nicht als Einbahnstraße verläuft und der Rhein-Sieg-Kreis, insbesondere die Städte Königs- winter und Bad Honnef, auch in unsere strategischen Uberlegungen mit einbezogen werden.
Ihrer Antwort sehe ich mit großem Interesse entgegen und verbleibe mit freundlichen Grüßen
Herbert Georgi Bürgermeister
2. Durchschrift an:
Wählergruppe Remagen e.V. Frau Ute Kreienmeier Im Eilig 6a 53424 Remagen-Oberwinter
mit der Bitte um Kenntnisnahme übersandt.
Mit freundichen Grüßen
Herbert Georgi Bürgermeister
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STADT REMAGEN Stadtverwaltung Stadtverwaltung Remagen Bachstraße 2 53424 Remagen
Wählergruppe Remagen e.V. Frau Ute Kreienmeier Im Ellig 6 A 53424 Remagen-Oberwinter
Datum und Zeichen Ihres Schreibens Datum und Zeichen dieses Schreibens 01.09.2007 07.09.2007VA-Ti
Ihr Antrag „Remagener Brückenschlag zum geplanten Nationalpark Siebengebirge
Sehr geehrte Frau Kreienmeier,
vielen Dank für Ihren Antrag vom 1. September 2007. Wir haben uns mit den zuständi- gen Dezernenten für Tourismus und Planung der Kreisverwaltung des Rhein-Sieg- Kreises in Verbindung gesetzt und folgende Auskünfte erhalten:
- Im Mai 2008 soll in Bonn die Nationalparkverordnung vorgestellt werden, die dann durch die politischen Gremien in NRW genehmigt werden muss und als Grundlage für die späteren Pläne für den Nationalpark Siebengebirge dient. Zum jetzigen Zeitpunkt geht es also nur darum, die rechtlichen Voraussetzungen in NRW für die Planung eines Nationalparks zu schaffen.
- Das rheinland-pfälzische Umweltministerium hat eine Zusammenarbeit mit NRW bisher abgelehnt. Es finden aber weitere Gespräche statt.
- Selbst Landschaftsschutzgebiete wie der Rodderberg dürfen nicht an den Natio- nalpark angebunden werden, da es in einem Nationalpark keine trennenden E- lemente wie den Rhein geben darf.
- Richtig ist, dass fünf Arbeitskreise gebildet wurden. Diese haben bereits getagt und werden Ende des Jahres aufgelöst mit Ausnahme des Arbeitskreis „Touris- mus. Dieser wird weiter bestehen bleiben. Die Stadt Remagen hat kein Recht auf einen Sitz in diesem Arbeitskreis. Da aber die Tourismus- und Congress GmbH Bonn einen Sitz in diesem Arbeitskreis hat und die VHS Remagen e.V. Mitglied im Förderverein der T & C GmbH Bonn ist, erhalten wir, wenn gewünscht, Informationen aus diesem Arbeitskreis.
- Außerdem ist es selbstverständlich, so die Aussage des Rhein-Sieg-Kreises, dass es nach Realisierung des Nationalparks zu einer Kooperation mit der Stadt Remagen kommt in Bezug auf die touristische Vermarktung (Landschaftsschutz- gebiet Rodderberg/Rolandsbogen). Die Möglichkeit kulturelle Sehenswürdigkei- ten wie das künftige ARP-Museum mit dem Nationalpark Siebengebirge zu ver- binden wird seitens der Kreisverwaltung Rhein-Sieg derzeit nicht gesehen.
- Die Bereitschaft des Rhein-Sieg-Kreises zu einer künftigen Zusammenarbeit be- züglich der touristischen Vermarktung und den Umfang einer solchen Kooperati- an werden wir uns noch in einem Briefwechsel mit Landrat Kühn schriftlich bestä- tigen lassen.
Über die hier geschilderten und von uns bereits besetztenThemenfelder hinaus sehe ich keine Notwendigkeit zu einer Beratung im Stadtrat. Die Fraktionen erhalten eine Durchschrift dieses Schreibens. Darüber hinaus werde ich das Thema bei der nächsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses ansprechen.
Mit freundlich Grüssen
Herbert Georgi Bürgermeister
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