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Pressemitteilung vom 17.06.2011

Baugebiet „Im alten Garten“ in Unkelbach

„Baugebiet ja, aber kleiner und umweltorientiert“

 

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Unkelbach. „Neubaugebiet Alter Garten in Unkelbach ja, aber bitte kleiner und umweltorientiert“, fordern die Fraktionsvorsitzende Ute Kreienmeier und das Unkelbacher Ortsbeiratsmitglied Udo Müller (WählerGruppe Remagen) Nachbesserungen bei der am kommenden Montag im Stadtrat anstehenden Beratung über den Satzungsbeschluss zu dem umstrittenen Baugebiet in Remagen-Unkelbach.

Die Kritik der WählerGruppe bezieht sich auf die Größe und auf die Ausgestaltung des zukünftigen Baugebiets. Das Baugebiet müsse kleiner und umweltorientiert geplant werden. Ein Baugebiet von 11 Hektar für 450 neue Einwohner würde im Endeffekt bedeuten, das Unkelbach von heute ca. 1200 Einwohner um ganze 30 Prozent wachsen solle. Diese Planung halten Kreienmeier und Müller insbesondere unter Berücksichtigung bekannter Daten zur Bevölkerungsentwicklung und unter Einbeziehung der demographischen Entwicklung für überholt und bedenkenswert. So weise die Bevölkerungsstruktur Unkelbachs - wie in vielen anderen Ortschaften - eine deutliche Überalterung auf. Deshalb sei innerhalb der nächsten Jahrzehnte mit einem erheblichen Leerstand meist älterer Bausubstanz im Ortkern zu rechnen. „Wie sollen diese Flächen im alten Ort einer attraktiven Ortgestaltung zugeführt werden, wenn es ein großes neues Baugebiet in Unkelbach gibt? Bekommt man das neue Baugebiet überhaupt noch vermarktet? Und wer zahlt dann später die hier „vergrabenen“ Erschließungskosten?“, Fragen, auf die das Remagener Bauamt im Unkelbacher Ortsbeirat bisher Antworten schuldig geblieben sei, so Müller. Die WählerGruppe spricht sich für ca. 30 Grundstückseinheiten aus. Hiervon erhofft sie sich positive Signale für die Infrastruktur, z.B. den Kindergarten und den Einzelhandel. Nachbesserungen seien auch dringend nötig, vor allem was eine bessere Anbindung Unkelbachs an den ÖPNV anbelange.

Vor dem Hintergrund der Energiewende fordern Kreienmeier und Müller eine ökologische Ausrichtung quasi als ein Alleinstellungsmerkmal für das Unkelbacher Baugebiet. Sie denken dabei an Bauherren, für die Passivbauweise und Energiesparhäuser keine Fremdwörter sind, die zukunftsorientiert ihr Eigenheim planen. Ansätze dazu bietet das vorliegende Entwässerungsgutachten mit seinen Beispielen zur Dachbegrünung und Flächenentsiegelung. Seitens der Stadt könnten Anreize durch spezielle Gebührenstrukturen gegeben werden. Müller hatte bereits vor Wochen die Stadtverwaltung gebeten, sich diesbezüglich über Fördermittel seitens des Landes oder des Bundes zu informieren. „Gute Wettbewerbsbeispiele aus Deutschland gibt es bereits genug, warum nicht auch ein umweltorientiertes Baugebiet in Unkelbach?“, so Müller.

Ungeklärt sei zudem immer noch die Entwässerung des Baugebietes selber. Die Entwässerungsstudie aus dem Jahre 2001 werfe - speziell unter dem Eindruck des Unwetters im Juli letzten Jahres - Fragen auf. Wie soll eine Entwässerung über den Unkelbacher Bachausbau im Ortskern sichergestellt werden, wenn dort überhaupt kein Ausbau aufgrund Platzmangels möglich sei? Diese Widersprüche gelte es zum Schutz der Anwohner im alten Ortskern vor Überschwemmungen vor dem Satzungsbeschluss zunächst noch zweifelsfrei zu klären, so Kreienmeier und Müller.

Pressedienst
WählerGruppe Remagen (WGR)

 

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