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RZ-Online Artikelarchiv vom 19.03.2010

"Beispiellose Diffamierung"

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Dieser Leser nimmt den "Sonnenkönig" Frank Asbeck vor Kritik der Wählergruppe Remagen in Schutz.

Aus 37-jährigen Tätigkeiten als Jäger und Jagdausübungsberechtigter rund um Remagen und die Calmuth möchte ich mir als Bürger einmal Luft um die Aktivitäten von Frau Kreienmeier und ihrer Wählergruppe verschaffen. Mit Verwunderung beobachte ich nun seit einiger Zeit, mit welcher Hartnäckigkeit Stadträtin Kreienmeier gegen die Vorhaben von Investor Frank Asbeck, der aus einem verfallenen Denkmal etwas Schönes machen will, vorgeht.

Angefangen hat es mit einer beispiellosen Diffamierungskampagne gegen Bürgermeister Georgi wegen einer Anfrage zum Kauf des Remagener Stadtwalds am Scheidskopf durch Herrn Asbeck, der dort jetzt Nachfolgepächter im Einvernehmen mit dem Jagdvorstand ist.

Ich möchte einmal darlegen, wie groß der Erholungswert dieses Waldstückes für die Bevölkerung ist. In der zurückliegenden zweimonatigen Schneelage habe ich deutlich erkennen können, dass im gesamten Zeitraum lediglich zwölf Fußgänger dort gegangen sind. Dies wohl deshalb, weil das Wegenetz um das Gebiet zu klein ist und die Waldwege durch städtische Holzabfuhr total im Unstand sind, obwohl Herr Asbeck diese noch im letzten Jahr auf eigene Kosten freigeräumt, abgeschleppt und hergerichtet hat, ohne ein Wort zu verlieren.

Seit Neuestem übt Frau Kreienmeier sich als Bauaufsicht im Calmuth-Tal. Offenbar hat sie vergessen, dass Herr Asbeck den gesamten Stadtrat auf seinem Schloss auf Einladung begrüßen konnte und seine Ziel- und Planvorstellungen dargelegt hat. Damals war schon die Rede von einer Umfriedung des Schlossparks und der Errichtung von zwei kleineren Wildgattern ums Schloss, welches in einem Plan dargelegt wurde und mit dem Denkmalschutz abgestimmt ist. Zum Kapitel Steinbruch Unkelbach möchte ich die Wählergruppe fragen, ob sie die Haftung im Schadensfall übernimmt.

Wann verstehen Sie, Frau Kreienmeier, endlich einmal, dass Politik etwas mit Gemeinwesen und nicht mit Holzhammermethoden zu tun hat?

Heinz Post, Sinzig

 

Antwort der WählerGruppe Remagen e.V.

Asbecks Zaunbau

„Wertesystem aus den Fugen geraten?“

Stellungnahme zum Leserbrief von Heinz Post aus Sinzig „Beispiellose Diffamierung“ in der RZ vom 19.03.2010

In seinem Leserbrief macht sich Heinz Post aus Sinzig als „Jäger“ und „Bürger“ „einmal richtig Luft um die Aktivitäten von Frau Kreienmeier“. Er verteidigt den „Sonnenkönig“ Frank Asbeck und wettert gegen die WählerGruppe Remagen. Was er dem Leser jedoch verschweigt: Er ist seit über 30 Jahren als Jagdhelfer im Calmuth-Tal unterwegs und hütet hier jetzt auch für seinen neuen Jagdherrn Frank Asbeck das Wild. Dass sich jetzt stellvertretend für den Solarworld-Chef Asbeck sein Jagdaufseher in der Öffentlichkeit melden muss und von einer „beispiellosen Diffamierung“ spricht, das spricht wiederum Bände. Warum gibt Asbeck nicht selber Stellungnahmen gegenüber der Presse ab und schickt stattdessen seinen Helfer vor?

In der letzten Stadtratssitzung am 15. März listete Bauamtsleiter Gisbert Bachem auf, welche Baumaßnahmen Asbeck ohne Bauantrag oder geschweige denn Baugenehmigung in Gang gesetzt hat: Zaunbau um das Naherholungsgebiet Dungkopf, Waldeinzäunung am Jagdschloss selber, eine Dachstuhlerweiterung für das Ökonomiegebäude, eine Gärtnerhaus-Erweiterung mit Bau einer Heizungsanlage, die Abholzung von Wald für den Bau einer 72 X 12 Meter langen (selbstverständlich ungenehmigten) Lagerhalle, den Bau eines mächtigen, steinernen Torportals. Die Liste ist nicht abschließend. Das Ergebnis: Baustopp für Asbeck.

Für den pensionierten Polizeibeamten und Jagdhelfer Post ist die „Asbeck-Welt“ rund um Jagdschloss Calmuth dennoch voll in Ordnung. Der ehemalige staatliche Ordnungshüter hat keine Probleme, dass dort vor seinen Augen Schwarzbauten errichtet wurden. Schließlich seien doch Denkmalbehörde und Stadtrat bei Asbeck auf dem Jagdschloss eingeladen gewesen. Klingt dieses Argument nicht in etwa so, als ob Heinz Post -früher noch im Dienst als Autobahnpolizist- einem gestoppten Schwarzfahrer ohne Führerschein weiterfahren lässt, nur weil der die Visitenkarte einer Fahrschule vorzeigen kann?

Vom Ergebnis her verlangt Asbecks Jagdaufseher nicht mehr und nicht weniger, als dass Politik und Verwaltung mit zweierlei Maß messen sollen. Frei nach dem Motto: Vor dem Gesetz sind alle gleich, nur Asbeck & Co sind gleicher!“ Man mag nun fragen: Wie weit sind Gesellschaft und Wertesystem aus den Fugen geraten, wenn nicht nur pensionierte Ordnungshüter sondern auch die „Eliten“ ihre feste Orientierung zwischen dem, was erlaubt ist und was verboten ist, völlig verlieren.

Ratsmitglied Ute Kreienmeier,
Remagen

 

Calmuth-Tal, Schwarzwildfütterung

Auch auf der Jagd in der Calmuth ist das „Wertesystem“ von Heinz Post nicht ganz in den Fugen verlaufen: Automatische Futterautomaten mit Zeitschaltuhr für Wildschweine (hier im Foto aus Mai 2009) sind nach den Jagdgesetzen nicht erlaubt. Bedenklicher ist dabei jedoch noch, dass diese über das ganze Jahr gegebenen unnatürlichen Futtergaben an eine Wildtierart zur Vermehrungsexplosion der „Schwarzkittel“ beitragen - mit unerwünschten Begleiterscheinungen wie umgewühlten Gärten und auch Friedhöfen in Siedlungsnähe.

 

Impressum WählerGruppe Remagen e.V. Diese Seite Weiterempfehlen