WDR LOKALZEIT Bonn: Video vom 07.07.08

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"Bürgermeisterkarussel"

 

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Liebe Mitglieder und Freunde der WählerGruppe Remagen!

 

am kommenden Dienstag beschäftigt sich der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Remagen nicht nur mit dem im Amtsblatt als "Grundstücksangelegenheiten" deklarierten Thema Stadtwaldverkauf. Gleichzeitig wird unter TOP 11 der nichtöffentlichen Sitzung "Ausschreibung der Bürgermeisterstelle" auch der offizielle Startschuss für die Wahl der Bürgermeisterin / des Bürgermeisters am Sonntag, 07. März 2010 gegeben.

 

In der Stadt Remagen wird schon jetzt kräftig spekuliert. Bürgermeister Georgi scheint für eine zweite Amtszeit zur Verfügung zu stehen. Wer tritt nun gegen den wahrlich nicht unumstrittenen Amtsinhaber an? Werden sich die "Oppositionsparteien" auf einen gemeinsamen Gegenkandidaten einigen können? Und wer sind überhaupt die Oppositionsparteien? Welche Kandidaten sind zurzeit im Gespräch? Wird es noch den "großen Unbekannten" geben, der sich im laufenden Bewerbungsverfahren bei den Fraktionen auf die Ausschreibung der Bürgermeisterstelle melden und bewerben wird?

 

 

Hier der Versuch einer ersten Vorstellung und Bewertung der wichtigsten Personen, die in Remagen derzeit hoch gehandelt werden:

 

 

Herbert Georgi (CDU)

(Jahrgang 1954, geboren in Bonn, verheiratet - Berufsausbildung für den gehobenen Dienst bei der Stadtverwaltung Bonn, Abschluss als "Diplom-Verwaltungswirt") ist seit 2002 Bürgermeister der Stadt Remagen. Seine Wahlperiode endet im Jahr 2010.

 

Durch seine (erfolglose) Strafanzeige gegen ein Stadtratsmitglied der eigenen Fraktion und die anhaltenden gerichtlichen Auseinandersetzungen hat er seine Partei, die CDU, in eine fast unlösbare Zerreißprobe geführt. Die Fronten sind unversöhnlich! Die Partei, die ihn in den kommenden Wochen aller Voraussicht nach -mangels klarer Alternativen- doch wieder als ihren Kandidaten aufstellen wird, steht alles andere als geschlossen hinter ihrem Bürgermeister. Allerdings wäre eine Nichtnominierung von Georgi ebenso eine Riesenüberraschung. Denn ansonsten hätte wohl der berufliche Werdegang des Amtsinhabers in den letzten Wochen bereits mit Hilfe der Parteioberen aus Kreis und Land eine andere Richtung genommen. Gleichzeitig wird gemunkelt, dass im Fall einer Ablehnung Georgis durch seine Christdemokraten die FBL schon als Bürgermeisterpartei für den Notfall bereitstehen würde. Deshalb wird es wohl mit "Zähneknirschen" eine erneute Kandidatur Georgis auf dem "CDU-Ticket" geben.

Prognose für das Wahlmotto: "Herbert Georgi gegen den Rest einer verbitterten CDU!"

 

 

Lorenz Denn (SPD)

(Jahrgang 1952, geboren in Remagen, verheiratet - Dipl. Geodät, ehem. Katasterverwaltungsbeamter und heute Bürgermeister-Pensionär und Berater der BauGrund in Bonn) war bereits eine Legislaturperiode lang - vom 11. August 1994 bis 10. August 2002 - Bürgermeister der Stadt Remagen - als Nachfolger von Hans-Peter Kürten und Vorgänger von Herbert Georgi.

 

Obwohl Remagen zumindest nach seiner Einwohnerzahl die Voraussetzungen für die Besetzung eines Amtes als OBERBÜRGERMEISTER noch nicht erfüllt, sprechen Insider nach den ersten Erfahrungen in Rat und Ausschüssen schon davon, dass Remagen nun auch einen eigenen "Oberbürgermeister" hat: Lorenz Denn! Seit den Kommunalwahlen ist er zur allgemeinen Überraschung in die Niederungen der Stadtpolitik zurückgekehrt und spielt dort die staatstragende Rolle eines "Quasi-Oberbürgermeisters". Er sitzt (gekleidet im feinsten Tuch) stets an der Spitze seiner Fraktion - obwohl nicht selber Fraktionssprecher. Seinen Platz wählt er am Ratstisch schon direkt neben seiner alten Stadtverwaltung. Er redet zu allen Tagesordnungspunkten -ob mit oder ohne Wortmeldung und gern auch mehrfach, ohne vom amtierenden Bürgermeister darin gestört zu werden. Er gibt auch gern ungefragt Belehrungen aus der Gemeindeordnung von sich, auch dies ohne Widerspruch oder Einhalt vom amtierenden Chef. Rund um: Er zeigt, wo`s lang geht!

In Sachen Bürgermeisterkandidatur werden aus seinem Umfeld alle Ambitionen strikt ins Reich der Fabeln verwiesen.

Prognose: Der sog. "Oberbürgermeister" könnte darauf spekulieren, dass er kurz vor Ablauf der Frist zur Kandidatenaufstellung von Partei und Volk gerufen wird, um in Erfüllung staatsbürgerlicher Pflichten und unter Zurückstellung aller privaten Vorbehalte doch zu kandidieren und das im CDU-Konflikt "zerstrittene Remagen" vor Schlimmeren zu bewahren.

 

 

Peter Finger (Grüne)

(Jahrgang 1955, geboren in Olsberg/Hochsauerlandkreis, ledig - Studium der Soziologie an der Uni Bonn, Angestellter der Solarworld AG) ist seit 2004 Bürgermeister der Stadt Bonn und erhielt bei der Oberbürgermeisterwahl am 27. August 2009 in Bonn 10,19% der Stimmen.

 

Der Bonner Bürgermeister wurde von Bündnis 90/Die Grünen schon unmittelbar nach den Kommunalwahlen ins Gespräch gebracht. Nachdem in Bonn der "Griff zum Oberbürgermeisterstuhl" mit 10 % daneben ging, könnte für ihn der Chefposten in Remagen eine attraktive Variante sein. Zusammen mit seinem Arbeitgeber und "Remagen-Entdecker" Frank Asbeck (Calmuth-Thal) könnte er ein kongeniales Paar für die Stadtentwicklung und den Fortschritt in Remagen bilden. Aber bitte ohne Stadtwaldverkauf!

Prognose: Am Ende wird ihm unser kleines und konservatives Städtchen am Rhein (Tausch der "Millionenfalle" World Conference Center Bonn (WCCB) gegen die "kleine Milliönchenfalle" Neubau Bauhof)  doch zu provinziell und beschaulich sein.

 

 

Beate Reich (SPD)

(Jahrgang 1968, geboren in Bonn, ledig - Studium der Rechtswissenschaften, seit 1996 Verwaltungsjuristin in Diensten der Stadt Köln) ist Staatssekretärin im Justizministerium Rheinland-Pfalz.

 

Die Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Remagen sitzt seit 1994 im Stadtrat. Gerade weil sie kommunalpolitisch dabei nicht sonderlich (kontrovers) in Erscheinung getreten ist, bringt sie neben ihrer reichlichen Erfahrung nach Einschätzung von Experten alle Voraussetzungen für eine fachkundige Kandidatin (Frau!) mit, die auf breiten Schultern durch die Wahl getragen werden könnte. Als Mitglied der Landesregierung in Mainz wird sie auch registriert haben, dass ihre SPD bei der Bundestagswahl im Vergleich zur letzten Landtagswahl um glatte 20% abgerutscht ist. Finanzskandale wie am Nürburgring verdunkeln überdies die Wolken über Mainz.

Prognose: Alles möglich! - Schaun wir mal.

 

 

Unterstützung in ihren Bürgermeister-Wahlkämpfen könnten die Kandidaten allemal von Solarchef Frank Asbeck erwarten. Als Parteispendengeber hat sich der Chef der Solarworld AG seit Jahren sehr großzügig gegeben, so zuletzt mit 75.000 EUR personenbezogen für den Bundestagsabgeordneten Ulrich Kelber. Siehe hierzu auch unseren Linktipp zum Bonner-Presseblog unter der Überschrift: "Gläsern sind hier nur Summen, aber nicht deren Wirkung bzw. Auswirkung" http://bonner-presseblog.de/2009/09/18/bonn-glasern-sind-hier-nur-summen-aber-nicht-deren-wirkung-bzw-auswirkung/

 

 

Mit den besten Grüßen

 

Ute Kreienmeier

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Fotos: Stadt Remagen, SPD-Kreis Ahrweiler, Grüne-Bonn, SPD-Kreis Ahrweiler

 

Das Bürgermeisterkarusell in der Stadt Remagen beginnt sich zu drehen: Vor der öffentlichen Stellenausschreibung der Stadt Remagen werden zurzeit schon als mögliche Kandidaten in der Römerstadt die Namen Herbert Georgi, Lorenz Denn, Peter Finger und Beate Reich gehandelt.

 

 

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