WDR LOKALZEIT Bonn: Video vom 07.07.08

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Becher-Gelände: Discounter-Lösung eine Bankrotterklärung für Remagen?

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„Eine Discounter-Lösung auf dem Becher-Gelände ist eine Bankrotterklärung für Remagen“, so Stadträtin Ute Kreienmeier zu dem eilig geplanten Gewerbepark im Süden der Römerstadt. Die WählerGruppe Kreienmeier, Roßberg, Döring in der Stadt Remagen e.V. fordert stattdessen, auf dem städtebaulichen Filetstück der Römerstadt Institute der Fraunhofer- oder Max-Planck-Gesellschaft anzusiedeln. „4.000 qm »Blechmarkthallen« sind einfach kein attraktives Umfeld für eine Hotelanlage am Friedensmuseum“, so Kreienmeier. Gleichzeitig sieht sie auch nicht den Bedarf für eine derart massive Ansiedlung zusätzlicher Märkte an der Rheinschiene.

Die Ankündigung, in Gemengelage mit Einkaufsmärkten ein Hotel errichten zu wollen, beurteilt die WählerGruppe daher vor allem als „taktisches Manöverspiel“. Bis heute liege dem Stadtrat nämlich keine vertragliche Bestätigung eines Investors oder Betreibers für den Hotelkomplex vor. Die WählerGruppe befürchtet daher, dass das Hotelprojekt nur ein „Köder“ für den Stadtrat sei, damit er „grünes Licht“ für das umstrittene Vorhaben gibt. „De facto hat die Hotelanlage keine Chance auf Realisierung, sobald nebenan die Einkaufsmärkte stehen“, erklärt der stellvertretende Vorsitzende Dr. Jörg Roßberg und wirft dabei die Frage auf, wer sich ernsthaft einen Hotelstandort vorstellen könne, wo nebenan die Kühlaggregate der Supermärkte brummen und der Anlieferverkehr rollt?

Diese städtebaulichen Bedenken sind der Stadtverwaltung selber nicht fremd. So hat sie noch vor einem Jahr dem Remagener PLUS-Markt selber die Umsiedlung auf das Becher-Gelände verwehrt. Als Begründung wurde damals die im Bebauungsplan auch heute noch festgeschriebene Nutzung des Areals für Wohnbebauung und Hotelnutzung herangezogen.

„Wir brauchen daher auf dem Becher-Gelände Ansiedlungen, die mit einer Hotelanlage und dem Friedensmuseum harmonieren. Ein konzeptionelles Miteinander auch in baulich-gestalterischer Hinsicht von Hotel und Gewerbe sieht die WählerGruppe beispeilsweise in einer Ansiedlung von Fraunhofer- oder Max-Planck-Gesellschaft gewährleistet. Über den Weg der angewandten Forschung, die diese Institute in Anknüpfung an vorhandene Fachrichtungen der FH aufgreifen sollen, könnten darüber hinaus zusätzlich neue Produktionsfirmen und damit Arbeitsplätze in die Stadt gezogen werden.

„Der ehemalige Bürgermeister Hans-Peter Kürten hat mit der Brücke von Remagen und dem Friedensmuseum eine Stätte geschaffen, die international Achtung erfährt“, fassen Kreienmeier und Roßberg die Ausgangssituation für den Bebauungsplan „Friedensmuseum“ und sein Umfeld zusammen. „Seine politischen Nachfolger dürfen dieses Kapital und die langfristigen Interessen unserer Stadt nicht zugunsten der partikulären Interessen von Grundstücksgläubigern opfern“, so die grundsätzliche Forderung der WählerGruppe zur Entwicklung des Areals am Rhein.

 

 

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