WDR LOKALZEIT Bonn: Video vom 07.07.08

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„Eintrittspreise für Schwimmbad sofort auf 3,50 Euro absenken“

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Noch zur Eröffnung der neuen Badesaison muss der Eintrittspreis für Erwachsene von 6 Euro auf 3,50 Euro abgesenkt werden“, so jedenfalls lautet eine zentrale Forderung aus dem jetzt vorgelegten »Vier-Punkte-Antrag« der WählerGruppe Kreienmeier, Roßberg, Döring in der Stadt Remagen e.V. „Nach Auskunft von Fachexperten sind die derzeit gültigen Badepreise in Remagen bundesweit einsame Spitze“, erläutert Stadträtin Ute Kreienmeier das Ergebnis ihrer Recherchen. „Fachleute sehen bei vergleichbaren Bädern das Preislimit um 3,00 Euro bis 3,50 Euro“. Die WählerGruppe kritisiert daher die Preiserhöhung als eine gezielte Maßnahme der Stadt, um Besucher abzuschrecken und eine Schließung des Bades zu beschleunigen. Sie erinnert in diesem Zusammenhang an das einhellige Beratungsergebnis von CDU, SPD, FBL, Grüne und FDP im Rahmen der Haushaltsklausurtagung. Alle Fraktionen tendierten noch Ende letzten Jahres zur Schließung des Bades.

Ein weiterer Eckpunkt des »Vier-Punkte-Planes« ist die Einführung einer »Bürgeraktie« zur Finanzierung des Schwimmbades. Die Remagener sollen über den Kauf dieser Schwimmbadaktie mithelfen, den Fortbestand des Schwimmbades finanziell zu sichern. „Die Bevölkerung soll an der Entscheidung über ein „Ja“ oder „Nein“ zum Schwimmbad selber und direkt beteiligt werden“, fordern Stadträtin Ute Kreienmeier und das Oberwinterer Ortsbeiratsmitglied Renate Döring in diesem Zusammenhang die Durchführung einer Fragebogenaktion durch die Verwaltung.

Die Befragung könnte dann als „Teil der direkten Bürgerbeteiligung“ über das Amtsblatt in jeden Haushalt verteilt werden. Konkret ließe sich so auch die Bereitschaft der Bevölkerung zur finanziellen Unterstützung des Schwimmbades abprüfen. Professionelle Hilfe für die verwaltungsinterne Arbeitsgruppe sollte für alle Fragen der Bundesfachverband Öffentlicher Bäder e.V. in Essen beisteuern.

Die WählerGruppe bekennt sich vom Grundsatz eindeutig zum Fortbestand des Schwimmbades. „Das Freibad ist ein unverzichtbarer Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge“, betont Stadträtin Ute Kreienmeier insbesondere die Bedeutung für die Jugendarbeit in der Stadt. „Das unvermeidbare jährliche Defizit aus Badebetrieb einschließlich notwendiger Erhaltungsinvestitionen darf nicht einfach durch Neuverschuldung oder allgemeine Gebührenerhöhungen abgedeckt werden“, so Kreienmeier weiter. „Wir wollen stattdessen prüfen lassen, ob und inwieweit jeder Einzelne bereit ist, durch einen eigenen finanziellen Beitrag ein Stück dieser Aufgabe privat mitzuschultern“. Schließlich werde sich die Zukunft des Bades daran entscheiden, wie groß der Rückhalt über die Vereine und Funktionsträger hinaus in der Remagener Bevölkerung tatsächlich ist.

Neben der amtlichen Fragebogenaktion, dem Verkauf einer »Bürgeraktie«, einer sofortigen Eintrittspreissenkung und dem Einholen professioneller Beratung vom zuständigen Fachverband hat die WählerGruppe vorgeschlagen, dass die Stadt Kontakt zu Lotto Rheinland-Pfalz GmbH aufnehmen soll. „Hier kann es finanzielle Hilfe aus Sportfördertöpfen geben“; erläutert Ute Kreienmeier. Sie empfiehlt, prominente Fürsprecher für unser städtisches Schwimmbad „mit ins Boot zu nehmen“.

 

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