WDR LOKALZEIT Bonn: Video vom 07.07.08

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Zieht Fachhochschule nach Bad Breisig? -

Ein Kommentar von Ute Kreienmeier,
WGR-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat Remagen

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Dass die Fachhochschule in der Römerstadt mit mittlerweile 2.700 Studenten aus allen Nähten platzt, ist auch allen Kommunalpolitikern bekannt. Auch das nicht gerade "rosige" Verhältnis zwischen Stadt und Fachhochschule ist nicht unbemerkt geblieben. Nicht nur, dass beide seit nunmehr zehn Jahre mehr schlecht als recht nebeneinander "herdümpeln". Vor einem Jahr noch versuchte die Stadt, dem "Partner" RheinAhrCampus bei der Erweiterung seiner KiTa Knüppel zwischen die Beine zu werfen und auf dem Rücken der Hochschule ihr eigenes Süppchen zu kochen. Seit zehn Jahren hat es die Stadt auch nicht geschafft, einen Fahrwegweg vom Bahnhof zum RheinAhrCampus anzulegen oder für bessere ÖPNV-Anbindungen an die FH zu sorgen. Oder gar ein Buswartehäuschen an der FH aufzustellen. Es wundert daher nicht, dass die Fachhochschule bei ihrer geplanten Erweiterung mit Bad Breisig liebäugelt. 
 
Seit geraumer Zeit machen sich einige Verantwortliche in der Stadt Gedanken, wie RheinAhrCampus und Studentenschaft näher an und in die Stadt heranrücken können. Interessante Immobilien in der Innenstadt sind ja vorhanden, wie zum Bespiel das Postgelände an der Von-Lassaulx-Straße oder das Verkehrsverlagsgelände an der Ecke Marktstraße / Bahnhofstraße. Nun aber tritt offenbar ein quirliger, ideenreicher Bürgermeister Bernd Weidenbach aus Bad Breisig auf den Plan und -wer mag es diesem tüchtigen Stadtchef verdenken- versucht zugunsten seiner Stadt den in Remagen brach liegenden Acker "expandierende Fachhochschule"  erfolgreich zu bestellen.
 
Für mich stellt sich die Frage: Schläft diese Stadt und ihr Bürgermeister immer noch den Schlaf der Selbstgerechtigkeit?! - Es wird Zeit, dass die Verantwortungsträger in Remagen endlich wach werden!!!

 

Lokales

Auch Bad Breisig will jetzt eine Hochschule

 Von Victor Francke

Remagen/Bad Breisig. Bekommt die Stadt Bad Breisig einen Ableger der Fachhochschule Koblenz? Bürgermeister Bernd Weidenbach bestätigte am Donnerstag auf Anfrage, dass die Stadt hoffe, den Zuschlag zu erhalten.

Untergebracht werden könnte die Dependance der neben Koblenz auch in Remagen beheimateten Fachhochschule in frei gewordenen Räumen der still gelegten Hauptschule an der Koblenzer Straße. Entschieden wird über das Vorhaben vermutlich Mitte August im Mainzer Bildungsministerium. Weidenbach: "Eigentlich ist das Ganze seit zwei Jahren Thema."

Nun scheint es jedoch in eine sehr ernste Phase zu gehen. Mit der Aufgabe der Hauptschule sind geeignete Räumlichkeiten für einen Fachhochschul-Ableger vorhanden. Gleich drei Studiengänge, so Weidenbach, könnten in der Quellenstadt eingerichtet werden. Offenkundig soll die Remagener Fachhochschule nicht abgeneigt sein, sich in der Nachbarstadt zu vergrößern.

Der Stadt Remagen sind die Bestrebungen in Bad Breisig keineswegs verborgen geblieben. Wirtschaftsförderer Marc Bors wies darauf hin, dass es keine Verlagerungen geben werde. Der Remagener Campus bleibe unverändert.

Nach Informationen des General-Anzeigers sollen - wenn überhaupt - in Bad Breisig alternative und zusätzliche Studiengänge angeboten werden, die nicht zu Lasten der Remagener Einrichtung gehen sollen. Es gebe derzeit eine sehr starke Nachfrage nach Studienplätzen in Rheinland-Pfalz.

Diese Nachfrage werde jedoch wegen der demografischen Entwicklung nur vorübergehender Natur sein. Daher machten Bauaktivitäten und Erweiterungen keinen Sinn. Lieber wolle man Räume anmieten, um vorübergehende Bedarfe zu decken. Jens Bongartz, Vize-Kanzler der Fachhochschule in Remagen, bestätigte diese Darstellung.

Nach dem zwischen Bund und Ländern geschlossenen Hochschul-Pakt II müssen alleine in Rheinland-Pfalz bis zum Jahre 2016 rund 22 000 neue Studienplätze entstehen. Um den Flächenbedarf zu decken, genieße die Anmietung von Gebäuden Priorität. Bongartz: "Kein Student wird deshalb vom Remagener Campus abgezogen. Dort bleibt alles beim Alten." Denkbar sei, dass in Bad Breisig Studiengänge für so genannte Gesundheitsberufe eingerichtet würden, so Bongartz.

Artikel vom 30.07.2010

 

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