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RZ-Online Artikelarchiv vom 31.07.2009

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Fall Langen hat für Georgi ein Nachspiel

Rechtsanwaltsbüro meldet Ansprüche an

REMAGEN. Nachdem die von Bürgermeister Georgi gegen den CDU-Ratsherrn Reinhold Langen erstattete Strafanzeige wegen Abgeordnetenbestechlichkeit und versuchter Nötigung von der Staatsanwaltschaft Koblenz wegen mangelnden Tatverdachts eingestellt wurde, hat der Fall jetzt für den Remagener Verwaltungschef ein juristisches Nachspiel. CDU-Ratsmitglied Langen hat sein Kölner Anwaltsbüro beauftragt, tätig zu werden. Georgi ist noch in Urlaub.

"Wir haben nach Prüfung bei der Stadt Remagen wegen des Vorgehens von Bürgermeister Georgi umfassend Ansprüche angemeldet", ließ gestern Wilfried Kurz, Sachbearbeiter im Rechtsanwaltsbüro Werner Sedlag, Köln, wissen. "Aufgrund der Aktenlage ist für uns in keiner Weise nachvollziehbar, warum Bürgermeister Georgi in der Öffentlichkeit von schwerwiegenden Verdachtsmomenten gesprochen hat. Wenn eine Amtsperson so etwas vorsätzlich oder mindestens leichtfertig tut, muss die Amtsperson bzw. die hinter ihm stehende Stadtverwaltung dafür einstehen, dass die angerichteten Schäden wieder gut gemacht werden. Es geht uns also einerseits um Schadenersatz", heißt es in der Erklärung der Kanzlei.

Der freiberuflich und als vereidigter Gerichtsgutachter arbeitende Langen sei privat wie beruflich ein massiver Rufschaden entstanden. Zudem sei er nachweislich von schweren Umsatzrückgängen getroffen. "Zusätzlich verlangen wir, dass der Bürgermeister eine Reihe von öffentlich gemachten Behauptungen nicht mehr aufstellen darf. Soweit die besonders krass falsch waren, werden auch ausdrücklich Widerrufansprüche geltend gemacht." So beanstande man, dass Georgi im Februar erklärt habe, dass auch aus Sicht der von ihm befragten Institutionen, wie die Kommunalaufsicht in der Kreisverwaltung, "die Verdachtsmomente so schwerwiegend sind, dass uns keine andere Wahl geblieben ist". "Dafür, dass diese Darstellung Georgis den Tatsachen entsprach, ergeben sich nach Prüfung der Akten überhaupt keine Anhaltspunkte." Es müsse geklärt werden, ob und inwieweit Georgi durch eine einseitige und möglicherweise in verschiedener Hinsicht unzutreffende Darstellung dafür gesorgt habe, dass der angeblich gemeinsam erkannte Zwang zum Handeln bestand. "Das wird - wenn Georgi bei seiner Darstellung bleibt - in einem Zivilprozess geklärt werden müssen", so das Rechtsanwaltsbüro .

Hinweis: Dieser Artikel stammt aus unserem Archiv.
Die darin enthaltenen Informationen könnten inzwischen überholt sein!

 

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