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„Freie Sicht auf Arp-Museum“

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WählerGruppe traf sich zur Mitgliederversammlung im Bahnhof Rolandseck

Freie Sicht auf das Arp-Museum“ und ein „Sonnendeck als Kunstprojekt auf dem Museumsdach“ fordert die WählerGruppe Kreienmeier, Roßberg, Döring in der Stadt Remagen e.V.  . Die Mitglieder trafen sich am vergangenen Freitag zu einer Besichtigung im Rohbau des Arp-Museums. Bauleiter Volker Kunkel von der Rohbaufirma Grönewald aus St. Augustin erläuterte den bisherigen Baufortschritt und ermöglichte dabei nicht nur Einblicke, sondern auch Ausblicke von der exklusiven Museumsbaustelle auf der Rheinhöhe in Rolandseck.

WählerGruppe traf sich zur Mitgliederversammlung im Bahnhof Rolandseck

„Das künftige Arp-Museum, das wie eine Burg auf einem der letzten Hügel des romantischen Rheintals steht, darf nicht hinter struppigen Bäumen und Sträuchern versteckt werden“, brachte der frisch gewählte Pressesprecher Wolfgang Marx den Eindruck der WählerGruppe nach der Ortsbesichtigung auf den Punkt. Hier gehe es um ein Kulturgut, für das der Mensch auch gerne ein Stückchen Natur opfern dürfe, fasste die 1. Vorsitzende Ute Kreienmeier den Wunsch vieler Bürgerinnen und Bürger auf freie Sicht vom und auf das Arp-Museum zusammen. Auch wenn die gelernte Diplom-Forstwirtin in Remagen als „Anwältin der Bäume“ bekannt ist, hat nicht nur sie für die „kostenträchtige Erhaltung einer kümmernden Baumkulisse an dieser Stelle überhaupt kein Verständnis“.

Für die Dachterasse biete sich nach Ansicht der WählerGruppe eine Nutzung als Sonnendeck an. Bauleiter Volker Kunkel wies in der Diskussion vor Ort darauf hin, dass derzeit alle baulichen Optionen für eine solche Lösung noch offen stünden. „Damit könnte ein Bogen zum Künstlerprojekt »fortsetzen« geschlagen werden, das erstmals im letzten Sommer mit seinen gelben Liegestühlen im Park vor dem Bahnhof Rolandseck für öffentliches Aufsehen sorgte“, sieht Ortsbeiratsmitglied Renate Döring Chancen für ein „Fortsetzen“ der gelben Stühle auf ein Sonnendeck des Museums. Die WählerGruppe will sich für eine Realisierung ihrer Vorschläge bei den verantwortlichen Stellen einsetzen.

In der anschließenden Mitgliederversammlung der WählerGruppe im Künstlerbahnhof nahm die Remagener Kommunalpolitik breiten Raum ein. Im Mittelpunkt des Rechenschaftsberichtes des Vorstandes stand eine Klage der Kreissparkasse Ahrweiler (KSK) gegen die WählerGruppe beim Landgericht Koblenz. Der Streitwert wurde mit 20.000 Euro festgesetzt. Im Rahmen des Prozesses hat die WählerGruppe u.a. vorgetragen, dass nach ihrer Meinung Sinn und Zweck dieses Gerichtsverfahrens lediglich die Einschüchterung und finanzielle Belastung sei, damit die beklagte WählerGruppe ihre Ziele der Korruptionsbekämpfung durch Transparenz nicht weiter fortführen könne. Der Prozess ist zwischenzeitlich im Sinne der WählerGruppe beendet worden. Für die WählerGruppe sind keinerlei Kosten entstanden. Die Mitglieder ermutigten den Vorstand, den bisherigen Weg weiter voranzuschreiten.

Zur Korruptionsprävention in der Stadt Remagen wird vor allem das Verhalten von Stadtverwaltung und CDU-Fraktion im Haupt- und Finanzausschuss kritisiert. Insbesondere haben sich die sechs Mitglieder der CDU-Fraktion zu keinem Zeitpunkt sachlich mit der vorgelegten rund 20-seitigen Dokumentation der Wählergruppe auseinandergesetzt. Sie sind vielmehr nach dem Grundsatz verfahren: » Nichts sehen! Nichts hören! Nichts sagen! «. Dabei macht besonders nachdenklich, dass der Auftrag an die WählerGruppe zur Vorlage dieser Dokumentation auf besonderem Druck der CDU-Fraktion zustande gekommen ist. Von daher ist kaum nachvollziehbar, dass sich nunmehr der Fraktionsvorsitzende der CDU, Rudolf Ninow, lautstark darüber beklagt, dass sich Frau Kreienmeier strikt an die Gesetze gehalten habe und deshalb nicht verklagt werden könne.

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