WDR LOKALZEIT Bonn: Video vom 07.07.08

WDR LOKALZEIT Bonn:
Video vom 07.07.08 
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Konzept Remagen / Gesamtkonzept
 

WählerGruppe Remagen e.V.

Zukunftskonzept für Remagen:

Remagen, die Hochschulstadt mit Pfiff !!“

Tourismus und Hochschule verbinden

Remagener Innenstadt
zum attraktiven Studentenviertel ausbauen

 

  

1.    Warum hat die WählerGruppe Remagen e.V. selber ein Zukunftskonzept für Remagen entwickelt?

Weil Remagen ohne ein langfristig angelegtes Gesamtkonzept keine Zukunft hat und die Innenstadt von Remagen weiter veröden würde. Ohne ein Zukunftskonzept können wir unseren Bürgern und Investoren keinen Anhalt dafür geben, ob es sich lohnt, in dieser Stadt zu leben oder was und wo es sich lohnt zu investieren.

Remagen hatte bisher kein Zukunftskonzept und nach Meinung unseres Bürgermeisters  braucht Remagen auch kein Zukunftskonzept, weil man bisher ohne ausgekommen sei. Und dementsprechend hat sich unsere Stadt auch entwickelt. Weil man keine Vorstellung hat, wohin sich Remagen entwickeln soll und damit auch keine Entscheidungshilfe, wird der Stadtrat von Einzelfall- zu Einzelfallentscheidung getrieben. Das beste Beispiel hierfür sind die Vorgänge um das Bechergelände.

In der Wirtschaft lernt man, dass ein Handeln ohne Zukunftskonzept ein Handeln ohne Strategie und ohne Ziele bedeutet, damit Agonie und früher oder später dann den Tod eines Unternehmens nach sich zieht. Für unsere Stadt hat die erste Stufe bereits sichtbar begonnen. Und weil die im Stadtrat vertretenen Parteien bisher nicht in der Lage oder Willens sind, gemeinsam ein Zukunftskonzept zu entwickeln, hat die WählerGruppe Remagen nun selber eine Zukunftsvision für Remagen entwickelt.

Eine neues Konzept für Remagen
statt
„Et kütt wie et kütt“

Nachdem der Remagener Stadtrat Ende Oktober 2007 die Pläne für ein Einkaufszentrum auf dem Bechergelände mit knapper Mehrheit befürwortete, befasste sich die WählerGruppe Remagen auf ihrer Mitgliederversammlung am 13. März 2008 intensiv mit den Folgen dieser Beschlüsse für die Innenstadt und die Ortsteile. Die Versammlung beauftragte den Vorstand, eine Projektgruppe zu bilden, die ein Strategiepapier für Remagen erarbeitet.

Die Ergebnisse liegen nun vor. Die WählerGruppe Remagen hat als Zukunftsvision „Remagen, die Hochschulstadt mit Pfiff“ entwickelt und will Tourismus und Hochschule miteinander verbinden und die Remagener Innenstadt zu einem attraktiven Studentenviertel ausbauen.

Die vorliegende Konzeption beschreibt die Ausgangssituation der Stadt Remagen und ihrer Ortsteile, beleuchtet Chancen und Risiken im Vergleich zu Städten im Umfeld, zeigt Maßnahmen und Wege zur praktischen Umsetzung und gibt konkrete Antworten zu Finanzierungs- bzw. Förderungsmöglichkeiten.

 

 

 

2.          Wie gestaltet sich die Ausgangssituation in Remagen?

Ø            Die Ansiedlung von Discountermärkten auf dem „Becher-Gelände“ wird einen Strukturwandel in der Innenstadt beschleunigen und die Schließung von Einzelhandelsgeschäften und Lebensmittelmärkten bewirken.

Ø            Die „Stadtgespräche“ Remagen als Ideenfabrik für neue Impulse in der Innenstadt werden gewisse „Nischenfunktionen“ für Gewerbetreibende hervorbringen, jedoch den Strukturwandel der Innenstadt weg von der Einkaufsstraße nicht aufhalten können.

Ø            Die Diskussion um die Einrichtung eines Factory-Outlet-Centers (FOC) in der benachbarten Gemeinde Grafschaft wird den Prozess noch beschleunigen.

Ø            Die Remagener Innenstadt profitiert nicht von den touristischen «Highlights».

Ø            Ein Stadtentwicklungskonzept, das Entwicklungslinien für die einzelnen Stadtquartiere vorgibt, fehlt.

Ein Festhalten allein an Bewährtem wird nicht zum Erfolg führen; für die Innenstadt muss aus allen Potenzialen der Stadt und ihrer Ortsteile insgesamt ein neuer Ansatz gefunden werden.

 

 

3.          Welche Chancen und Risiken bietet die Gesamtstadt Remagen im Vergleich zu anderen Städten im Umfeld?

Nachfolgende Alleinstellungsmerkmale könnten einer zukunftsorientierten Entwicklung der Innenstadt und der Ortsteile  Profil geben.

 

Standortfaktoren

Brücke von Remagen

 Brücke von Remagen

Foto: Gausmann-Pressebild

 

Beurteilung

Nach dem II. Weltkrieg ist die Brücke von Remagen -gerade für die Kriegsgeneration- ein im In- und Ausland bekanntes Wahrzeichen unserer Stadt geworden. Durch den Bau der Discountereinkaufsmeile in direkter Nachbarschaft hat eine gewisse „Funktionsüberlagerung“ stattgefunden. So wie die Brückenstümpfe früher neben einer Fabrik standen, verweilen Sie heute beziehungslos neben großen Einkaufshallen.

Fazit: Herausragendes Alleinstellungsmerkmal „ja“
– aber Verlust an Bedeutung und ohne Bezug zum städtebaulichen „Gesamtensemble“

-                Touristen aus der Kriegsgeneration sterben aus,

-                städtebaulich gibt es keine Brücke zur Innenstadt, eher zur Rheinpromenade möglich.

 

 

 

Rheinpromenade

 Rheinpromenade

Foto: Gausmann-Pressebild

 

Viele vergleichbare Städte am Mittelrhein haben eine attraktive Rheinpromenade, so zum Beispiel Bad Breisig oder Königswinter in direkter Nachbarschaft.

Remagen erhält in diesem Jahr ebenfalls eine vorzeigbare Promenade – zumindest für den öffentlichen Raum. Eine Reihe privater Häuser warten infolge auf Ideen und Investitionen.

Fazit: Eine Rheinpromenade gibt es nicht nur in Remagen

-                Remagen wird hoffentlich sehr viel schöner und anziehender für Gäste,

-                muss sich aber in einem stetigen Wettstreit mit benachbarten Rheinstädten um einen Anteil der Besucher am Rhein bewerben,

-                größere Impulse für die benachbarte Innenstadt sind fraglich.

 

 

Romantischer Mittelrhein
Rolandsbogen / Künstlerbahnhof / Drachenfels

 Rolandsbogen

Foto: Gausmann-Pressebild

Herausragende Symbole des romantischen Mittelrheins im Stadtgebiet sind der Rolandsbogen und der Künstlerbahnhof Rolandseck; auf der anderen Rheinseite in Königswinter der Drachenfels. Die ehemalige „Riviera am Rhein“ hat früher am Rolandsecker Rheinufer aus sich selbst heraus gelebt. Eine zwangsläufige Einheit und organische (naturräumliche) Verknüpfung mit der Remagener Kernstadt gibt es zumindest nicht ohne weiteres.

Fazit: Einzigartige Alleinstellungsmerkmale „ja“
– aber Sinn gebende Verknüpfung mit der Remagener Innenstadt muss noch „erfunden“ werden.

-                fehlende naturräumliche Anbindung,

-                keine fußläufige und keine direkte verkehrstechnische Anbindung (z.B. Boots-Shuttle oder Bus-Transfer für Museumsbesucher nach Remagen),

-                Besucher wollen ihren Kaffee im Anblick der Sehenswürdigkeiten genießen.

 

 

Hochschulstadt Remagen

 

Hochschulstadt Remagen
Foto: Gausmann-Pressebild

 

 

Seit 10 Jahren hat sich der RheinAhrCampus als junge und moderne Hochschule in Remagen etabliert. Bei der Standortauswahl hat die Römerstadt seinerzeit den Vorzug vor Bad Neuenahr-Ahrweiler erhalten. Sie ist im Norden von Rheinland-Pfalz eine von drei Standorten der Fachhochschule Koblenz. Die FH und ihre ca. 2.500 Studenten sind ein riesiges Potenzial, was noch längst nicht vollständig in Remagen angekommen ist. Beispiel: Im SS 2008 waren nach Auskunft der Stadtverwaltung nur knapp 10% der Studierenden in Remagen mit Haupt- oder Nebenwohnsitz gemeldet.

Fazit:  zukunftsorientiertes Alleinstellungsmerkmale „ja“
Potenziale für die Innenstadtentwicklung als Studentenviertel bisher ungenutzt

-                Innenstadt als studentisches Stadtquartier mit Wohnen, Gastronomie, Einzelhandel,

-                Umnutzung von Leerständen in Studentenwohnungen / Eröffnung von Studentenkneipe(n),

-                Synergieeffekte: Studentenviertel und angesiedelte Kunstgalerien bilden sinnvolles Miteinander,

-                Offenes Studentenviertel als Gegenentwurf zum eher isolierten türkisch dominierten Innenstadtviertel,

-                Ideale Integrationschancen von ausländischen Innenstadtbewohnern und  Studenten,

-                Es wird Zeit, dass wir unsere Studentinnen und  Studenten nicht nur zum Studieren, sondern auch zum Leben in der Stadt einladen!.

 

 

Arp-Museum / Kunst

 Arp-Museum Kunst

Foto: Gausmann-Pressebild

 

 

Der „Museumstempel“ des Stararchitekten Richard Meier oberhalb des Künstlerbahnhofs Rolandseck hat im ersten Jahr über 80.000 Besucher in den Norden der Stadt gelockt. Gleichzeitig bietet Remagen in der Markt- und Bachstraße Kunstgalerien und das Kunst- und Skulpturenufer entlang des Rheins.

 

Fazit: Herausragendes Alleinstellungsmerkmale in der Region „ja“;
tragfähigen Verknüpfungen mit der Remagener Innenstadt fehlt.

-                Das Arp-Museum wird von den auswärtigen Besuchern tendenziell als „Stadtrand von Bonn“, nicht aber als „Remagen“ geortet,

-                keine fußläufige und keine eigene verkehrstechnische Anbindung (z.B. Boots-Shuttle),

-                Rheinufer in Rolandseck muss eigene touristische Attraktionen (Café etc.) vor Ort entwickeln,

-                Arp-Museum und Kunstgalerien der Innenstadt mit Skulpturenufer sind kein unbedingtes „Muss“ für Kunst interessierte Remagenbesucher.

 

 

Yachthafen Oberwinter

 Yachthafen Oberwinter 

Foto: Gausmann-Pressebild

 

 

Der Yachthafen Oberwinter mit seiner modernen Steganlage, der Marina und seinem Ausblick auf das Siebengebirge ist einer der schönsten Freizeithäfen am Mittelrhein.

 

Fazit: Herausragendes Alleinstellungsmerkmale in der Region „ja“
Verknüpfung mit der Remagener Innenstadt gering.

-                Yachthafen wird von seinen Nutzern ebenfalls tendenziell als „gefühlter“ Stadtrand von Bonn“ erlebt,

-                keine Anbindung an die Remagener Innenstadt,
touristische Attraktionen (Café etc.) werden von den Nutzern eher vor Ort erwartet.

 

 

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