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RZ-Online Artikelarchiv vom 09.12.2008

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Hafen Oberwinter komplett verkauft

Im dritten Anlauf hat es nun geklappt: Bei einem erneuten Zwangsversteigerungstermin im Insolvenzverfahren gegen den vormaligen Eigentümer Friedrich Dworak fand gestern auch der "letzte große Batzen" des Hafens Oberwinter neue Eigentümer. Für 170 000 Euro erhielt die Bietergemeinschaft Handloser/Wirtz den Zuschlag.

Hafen jetzt Familiensache

Ehepaare Handloser und Wirtz sichern sich die restlichen Liegeplätze - Wem gehört Stegausleger?

Klarschiff gemacht wurde am Sinziger Amtsgericht, was die Eigentumsverhältnisse am Oberwinterer Hafen betrifft.

SINZIG/OBERWINTER. Im dritten Anlauf hat es nun geklappt: Bei einem erneuten Zwangsversteigerungstermin im Insolvenzverfahren gegen den vormaligen Eigentümer Friedrich Dworak fand gestern auch der "letzte große Batzen" des Hafens Oberwinter neue Eigentümer. Für 170 000 Euro erhielt die Bietergemeinschaft Handloser/ Wirtz den Zuschlag.

Für Rechtspfleger Peter Hans Durben und die anderen Beteiligten war es die Fortsetzung einer langen Geschichte. "Wir haben für heute mal wieder den Hafen Oberwinter anstehen - beziehungsweise das, was davon noch übrig geblieben ist", sagte Durben zu Beginn der Versteigerung im Amtsgericht Sinzig. Zweieinhalb Jahre zuvor waren die Hafenanteile erstmals beim Amtsgericht Sinzig unter den Hammer gekommen. Doch nur für zwei Liegeplätze fand sich damals ein Abnehmer - und der kam ausgerechnet von der Wiener "Quality Marine GmbH", ihres Zeichens Nachfolgefirma des Ursprungsbesitzers Dworak.

Nachdem 2007 bei einer Zwangsversteigerung drei weitere Liegeplätze versteigert wurden, fanden im Januar schließlich 59 der verbliebenen 114 Liegeplätze mitsamt Pfannkuchenschiff neue Eigentümer. Mit ihren Anteilen halten seitdem die Ehepaare Jutta und Erwin Handloser aus Oberwinter sowie Susanne und Rainer Wirtz aus Bonn die Mehrheit in der Eigentümerversammlung.

Und zusammen machten sie sich auch diesmal auf, um die Restanteile am Hafen zu ersteigern. Mit Erfolg: Ihr Gebot von 170 000 Euro ist beinah so etwas wie ein "Schnäppchen" - liegt der Verkehrswert des Areals doch bei 733 669 Euro. Doch anders als beim Versteigerungstermin in 2007 gab es diesmal keine Mindestgebote mehr. Damals war einem Interessenten der Zuschlag noch verweigert worden, weil sein Gebot unter dem Mindestgebot von fünf Zehnteln des Verkehrswerts gelegen hatte.

Bei aller Freude über den Zuschlag bleibt bei den neuen Eigentümern allerdings noch ein Wunsch offen: die Klärung der Eigentumsverhältnisse des Stegauslegers. Für diesbezügliche Verunsicherung hatte Gerhard Tosnar, Bevollmächtigter der ebenfalls im Konkursverfahren befindlichen "Quality Marine GmbH", mit der Beibringung eines Kaufvertrags gesorgt. Dieser besagt, dass Dworak bereits 2002 seinen Anteil am Steg zu einem Preis von 250 000 Euro an die "Quality Marine" veräußert hat.

Weder Gericht noch Hauptgläubiger, die WGZ-Bank, wollten zum Sachverhalt eine Bewertung abgeben. "Wir sind gespannt, was es mit dem Kaufvertrag auf sich hat", meinte dafür Jutta Handloser. Trotzdem hofft sie, dass in den Hafen nun endlich Ruhe einkehren kann.    (peo)

Hinweis: Dieser Artikel stammt aus unserem Archiv.
Die darin enthaltenen Informationen könnten inzwischen überholt sein!

 

 

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