WDR LOKALZEIT Bonn: Video vom 07.07.08

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Mitgliederversammlung beim »Kohlhaas« in Unkelbach

WählerGruppe Remagen (WGR) zog erfolgreiche Jahresbilanz

 

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Ein »Potpourri« kommunalpolitischer Erfolge und Zukunftsaufgaben bestimmten die Berichte und Diskussionen auf der diesjährigen Mitgliederversammlung der WählerGruppe Remagen (WGR). Themen wie Innenstadt und Studentenviertel, Energiekonzept mit Stromkonzession, Windkraft im Stadtwald und eigenen Stadtwerken oder das Rheinufer Rolandseck gaben die Richtschnur in der kommunalpolitischen Jahresbilanz von WGR-Vorsitzender Ute Kreienmeier vor. „Bei den strittigen Vorhaben »Alte Liebe« und Aufschüttungen am »Unkeler Weg« sehe ich eine Wende zu mehr rechtmäßigem Handeln“, glaubt die Remagener Stadträtin positive Entwicklungen nach den Landtagswahlen und der Präsenz der neuen Wirtschaftsministerin Eveline Lemke in Mainz zu erkennen. Beifall gab es zunächst zu Beginn in der gut besuchten Veranstaltung für einen Ehrenjubilar der WählerGruppe: Dr. h.c. Kurt Pauli wurde nicht nur zu seinem 80. Geburtstag geehrt, sondern auch als neues Ehrenmitglied des Konrad-Zuse-Forums, dem Trägerverein des Konrad-Zuse-Computermuseums in Hoyerswerda, beglückwünscht. Gleichzeitig erhob sich die Versammlung in Gedenken an das verstorbene Mitglied Otto Rübsamen, einem engagierten Ehrenamtler aus Kripp.

Lebhaft diskutiert wurden mögliche Schlussfolgerungen aus den „schwindenden Realisierungschancen“ für das FOC-Projekt Grafschaft an der A 61. Schon Ende 2009 hatte der Projektentwickler des Outlet-Centers, Rolf Deißler, in der WGR-Stadtratsfraktion Rede und Antwort gestanden. Dr. Hans-Gerd Höptner, für die WGR im Stadtentwicklungsausschuss, sieht heute die Basis für dieses Investitionsvorhaben im Ahrkreis dahinschmilzen. „In Remscheid haben sich jüngst mehr als zwei Drittel der Wähler bei einer Bürgerbefragung für ein Factory Outlet Center (FOC) ausgesprochen“, berichtete der gebürtiger Remscheider über Baupläne von rund 20.000 Quadratmeter Verkaufsfläche direkt an der A1 - gerade mal 80 Kilometer von Remagen entfernt.

 

„Reanimieren der Kernstadt“

Wie können Stadtverwaltung und Politik die Remagener Innenstadt auf die Herausforderungen vorbereiten und neu ausrichten? Die WGR ist zwar überzeugt, dass sich die Entwicklung des Remagener Zentrums mit Veranstaltungen, Kunst und privaten Initiativen, aber auch dem Rückenwind der Rheinpromende auf einem sehr positiven Weg befindet. „Eine ganze Reihe von Impulsen und Ideen, die wir aus einem gemeinsamen Gespräch in Bad Honnef mitbringen konnten, finden sich mittlerweile auch in unserem Stadtmarketingkonzept wieder“, freut sich dabei nicht nur Ute Kreienmeier. So war Mitte 2010 auf Initiative der WGR eine Remagener Delegation aus Politik und Verwaltung zu einem Informationsaustausch nach Bad Honnef aufgebrochen, zu dem die Honnefer Bürgermeisterin Wally Feiden und der Kanzler der Internationalen Fachhochschule Bad Honnef, Georg Ummenhofer, eingeladen hatten. Nach Meinung der WGR sind nun aber noch weitere Initiativen von Nöten, um beispielsweise den attraktiven „Non-Profit-Bereich“ Kunst in der Innenstadt zu stützen und zukunftsfähig zu halten, so der Tenor in der Versammlung.

 

Beispiel Bad Münstereifel

Richtungsgebend könnte dabei eine Initiative sein, die Geschäftsleute in dem Touristenstädtchen Bad Münstereifel mit Hilfe der Stadt gestartet haben. Dort wollen drei Investoren, die bereits über 10.000 Quadratmeter in bis zu 40 Ladenlokalen unter Vertrag gebracht haben, mit einem „Fashion Center“ eine Art „Innenstadt-FOC“ umsetzen. „Hier braucht niemand eine langwierige Genehmigung einholen“, nennt Wirtschaftsfachmann Höptner einen entscheidenden Pluspunkt zu den Standortfaktoren Zeit, Behörden und Potenzial. Auch für Remagen könnte dieses Beispiel neben Studenten, Kunst und Veranstaltungen ein tragendes Element bilden, um die wirtschaftliche Basis aller Innenstadtaktivitäten überhaupt erst nachhaltig zu stärken und abzusichern, so die WGR. Gefragt wurde auch erneut nach den Chancen einer „kommunalen Kooperation“ zwischen Remagen, Sinzig und Bad Breisig. Hier tue sich zurzeit „herzlich wenig“!

 

Aus den Ortsbeiräten

Auch bei den Berichten aus den Ortsbeiräten war die Remagener Innenstadt ein zentrales Thema: So bekräftigte WGR-Vertreter Dr. Peter Wyborny seine Forderung, die beiden bisher nicht ausgebauten Teilflächen der Rheinpromenade jetzt ebenfalls zügig zu sanieren. Auch neue Antworten zum Thema Friedhof und Bestattungsformen stehen für ihn ganz oben auf der Agenda – aber nicht nur für die Kernstadt. „Früher hat der Bestatter vorgeschrieben, wie beerdigt werden muss. Heute gibt der Kunde vor, wie er beerdigt werden möchte!“, so Wyborny zum Wandel im Friedhofs- und Bestattungswesen. Auch die Stadt Remagen müsse sich hierauf noch mit zeitgemäßen Angeboten einstellen. Ebenso berichtete Hans-Gerd Höptner, dass sich der Ortsbeirat Oberwinter -neben der Neugestaltung der B9- gleich mehrfach mit dem Friedhof und seiner altengerechten Begehbarkeit in dem zum Teil sehr steilen Gelände beschäftigt hat. „Ein Neubaugebiet »Alter Garten« in Unkelbach ja, aber bitte kleiner und umweltorientierter“, dafür hatte sich Ortsbeiratsmitglied Udo Müller in Unkelbach erfolgreich eingesetzt. Aus Oedingen berichtete Herbert Grabner als frisch nachgerückter WGR-Vertreter im Beirat. So soll die umstrittene Hütte am Kinderspielplatz in der Dorfmitte entfernt und am Bolzplatz beim Dorfgemeinschaftshaus aufgestellt werden. Gleichzeitig will sich das Gremium dafür einsetzen, dass ein Landschaftsbauunternehmen endlich eine befriedigende Lösung für die sichere Unterbringung seiner Maschinen auf dem Kompostierungsplatz erhält.

Tadellose Arbeit bescheinigten schließlich die Kassenprüfer Marlies Roßberg, Helmut Bader und Elke Grafen-Müller dem Schatzmeister Jürgen Albrecht. Mit der einstimmigen Entlastung für die erfolgreiche Arbeit des Vorstandes wurde zugleich schon ein Startsignal für das Neue Jahr gegeben: Am Freitag, den 06. Januar 2012 (Heilige Drei Könige), treffen sich Mitglieder und Freunde der WählerGruppe Remagen zum gemütlichen Jahresauftakt in Uhrmacher`s Restaurant am Hafen Oberwinter. Zur besseren Vorplanung wird schon jetzt um Anmeldung unter eMail news@waehlergruppe-remagen.de oder telefonisch 02228-7463 gebeten.

Pressedienst
WählerGruppe Remagen (WGR)

 

Foto: privat

 

Gaststätte Beim Kohlhaas, Kulp, Unkelbach

Interessante Rechenschaftsberichte der WGR-Stadt- und Ortsbeiräte auf der Mitgliederversammlung in der Gaststätte „Beim Kohlhaas“ in Unkelbach (vlnr. Ingeborg Kaiser, Rechnungsprüfungsausschussmitglied Helmut Bader, Ratsmitglied Dr. Peter Wyborny, stv. Vorsitzender Dr. Hans-Gerd Höptner, Vorsitzende Ute Kreienmeier, Unkelbacher Ortsbeiratsmitglied Udo Müller, Kassenprüferin Marlies Roßberg und Schatzmeister Jürgen Albrecht.

 

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