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RZ-Online Artikelarchiv vom 20.04.2010

"Jedem Jäger sind Zäune zuwider"

Zäune stehen im Wald – und die Remagener protestieren gegen den Zaunbau. Zu dem Thema meldet sich dieser Leser.

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Seit Wochen kann man verfolgen, mit welcher Sorge Bürger der Stadt Remagen die Zaunbautätigkeiten in Teilen der Remagener und umliegender Wälder beobachten. Auch ein Streit mit einem Jäger wurde öffentlich über Leserbriefe ausgetragen. Warum eigentlich? Jedem Jäger kann es nur zuwider sein, wenn im Wald und in der Flur Zäune errichtet werden. Erstens sind diese oftmals Wildfallen, spätestens nach Jahren ohne Pflege, zweitens hindern sie die das Nutzen der seit vielen Jahrzehnten vom Wild „eingerichteten“ Wildwechsel und somit den Austausch zwischen den Revieren. Trennen sie Fernwechsel, ist sogar der genetische und für die Überlebensfähigkeit der Wildarten notwendige Austausch über große Strecken hinweg unterbunden. Drittens wird wohl jeder Liebhaber der Natur, und Jäger sind dies doch wohl an vorderster Stelle, jedweden Zaun, allein schon des Naturgenusses während der Jagdausübung wegen als Dorn im Auge empfinden. Also bitte: Zäune – wie im Übrigen auch die Landschaft verschandelnde Windräder - gehören nicht in die freie Natur! Allenfalls zum Vermeiden von Wildschäden kann ein Zaun im Revier – zeitlich befristet wohlgemerkt und nicht als 2 Meter hoher Stahlmattenzaun– als notwendiges Übel akzeptiert werden.

Joachim Polch, Kreisjagdmeister, Bad Breisig

 

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