WDR LOKALZEIT Bonn: Video vom 07.07.08

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Ehrenamtliches Engagement in Oedingen

Fleißige Helfer pflanzen Kastanie
vor der Gertrudis-Kapelle

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Auf dem Kirchplatz vor der Gertrudis-Kapelle in Oedingen steht endlich wieder ein stolzer und hoffnungsvoller Kastanienbaum. Genau zum Frühlingsanfang pflanzten Vertreter der Oedinger Ortsgemeinschaft und der katholischen Kirchengemeinde einen über 5 Meter großen Hochstamm genau an dem Platz, wo über 150 Jahre lang eine alte Kastanie dem Friedhof im Ort und der kleinen Kapelle Schatten gespendet hatte. Der alte Baum musste leider Ende 2007 aus Sicherheitsgründen gefällt werden. Sein hohler Stamm wurde nur noch von einem schmalen Ring aus gesundem Holz zusammengehalten. Jetzt hat das Dorf Oedingen seinen Kastanienbaum als bekanntes Symbol von vielen Bildern über den Ort zurück.

Ortsbeiratsmitglied Oswald Risch und seine Helfer Paul Braun und Hans-Dieter Vilz von der Kirchengemeinde sowie Peter Bungard kümmerten sich ehrenamtlich um die Wiederherstellung dieses Symbols vor der kleinen Kapelle aus dem 13. Jahrhundert, in der der ehemalige Chef der Deutschen Bank und Freund Konrad Adenauers, der Bankier Hermann Josef Abs begraben liegt. Bereits im letzten Sommer hatte Risch in einer Meckenheimer Baumschule ein stattliches Exemplar ausgesucht. „Den können wir zu Viert nicht heben“, staunte die Mannschaft nicht schlecht über die Größe und vor allem das Gewicht des frisch aus dem Baumschulquartier herausgerodeten Stamms. Mit Hilfe eines rasch herbeigeholten Gabelstaplers gelang es dann doch, den Setzling vom Anhänger in das bereits vorher ausgehobene und vorbereitete Pflanzloch zu wuchten.

Dass Oswald Risch nicht nur handwerklich etwas vom Bau der Mehrzweckhalle in Oedingen versteht, sondern zusammen mit den Helfern sein ehrenamtliches Engagement auch fachmännisch beim Baumpflanzen einbringen kann, darüber freuten sich nicht nur einige zufällig vorbeikommende Oedinger. So wurde oberhalb des großen Wurzelballens professionell ein Ring aus gelbem Drainagerohr verlegt. „Das ist keine unterirdische «Mäuserennbahn»“, erklärte Risch augenzwinkernd einer Anwohnerin. „Das dient dazu, dem Baum nach Laubausbruch direkt im Boden ausreichend mit Wasser versorgen zu können.“ Schnell waren noch einige Pfähle in den Boden gerammt und der Baum mit einem Seil gegen Sturm daran festgebunden. Dank gilt der Baumschule Frey aus Meckenheim, die den teuren Hochstamm zum halben Preis abgegeben hat.

 

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