WDR LOKALZEIT Bonn: Video vom 07.07.08

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Krebsgefahr durch Sendeanlage auf Möbelfabrik?

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Die geplante Errichtung einer Mobilfunksendeanlage auf der ehemaligen Möbelfabrik neben dem Edekamarkt in Oberwinter sorgt für Unruhe und Angst in der Bevölkerung. Die Anwohner wie Christian Stein jun. sind erst durch die begonnenen Bauarbeiten aufmerksam geworden, als der Kamin der alten Fabrikanlage in der Hauptstraße 127 eingerüstet wurde. „Uns hat hier niemand informiert“, bringt Christian Stein als betroffener Nachbar den Protest in der Nachbarschaft auf den Punkt.
Die WählerGruppe Kreienmeier, Roßberg, Döring in der Stadt Remagen e.V. will nun eine Anfrage an die Stadt Remagen stellen und bittet Bürgermeister Herbert Georgi um Aufklärung. Insbesondere möchte Stadträtin Ute Kreienmeier wissen, ob die Stadt von der geplanten Mobilfunkanlage in Oberwinter vorher Kenntnis hatte oder gar eine Baugenehmigung erteilt hat. Ortsbeiratsmitglied Renate Döring kann zumindest bestätigen, dass ihr der Vorgang aus der Arbeit im Ortsbeirat des Hafenortes nicht bekannt ist. Gleichzeitig möchten die beiden Kommunalpolitiker der WählerGruppe vom Bürgermeister wissen, wie er die gesundheitliche Gefährdung der Oberwinterer Bevölkerung einschätzt. Sie verweisen dabei auch auf die zunehmende Konzentration von Mobilfunkanlagen im Hafenort. Denn nur rund 200 Meter entfernt wurde bereits vor einigen Jahren im Kirchturm der St. Laurentius Kirche Oberwinter eine erste Mobilfunkanlage untergebracht.
Die protestierende Nachbarschaft befürchtet nun, dass sich die Gefahr von Krebsleiden im Umkreis von 400 Metern innerhalb der nächsten fünf Jahre verdreifachen würde. Sie beziehen sich dabei auf die Ergebnisse von wissenschaftlichen Langzeitstudien. Hierin wird auch auf weitere Symptome wie Schlafstörungen, Depressionen oder Herzrhythmusstörungen hingewiesen. 

 

Anfrage zur Errichtung von Mobilfunksendeanlagen im Stadtgebiet vom 22.08.05

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Georgi,
während für viele Kommunen eine leistungsstarke Mobilfunkinfrastruktur ein wesentlicher Faktor für deren wirtschaftliche Entwicklung ist, nimmt die Zahl derer, die gegenüber Handys und Mobilfunkanlagen eine kritische Haltung einnehmen, ständig zu. Dabei rückt insbesondere die Frage nach möglichen Gesundheitsgefahren in den Vordergrund der Diskussion. Vor dem Hintergrund der Errichtung einer Mobilfunksendeanlage auf dem Kamin der alten Fabrikanlage in der Hauptstraße 127 in Oberwinter bitte ich Sie freundlichst um schriftliche Beantwortung unserer nachfolgenden Anfrage:
1. Welche Informationen liegen der Stadtverwaltung über bereits installierte und noch geplante Mobilfunksendeanlagen für das Stadtgebiet -aufgeschlüsselt nach den Ortsteilen vor?
2. Welche Möglichkeiten nimmt die Stadtverwaltung wahr, um auf die Standortauswahl einzuwirken und welche Genehmigungsvorbehalte stehen ihr zu Verfügung?
3. Wie schätzt die Stadtverwaltung die mögliche Gefahren für die Gesundheit der Bevölkerung ein und welche Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung werden dabei ergriffen?
4. Gibt es Mobilfunksendeanlagen an besonders sensiblen Standorten im Stadtgebiet wie z.B. in der Nähe von Kindergärten und Schulen?
5. Hat die Stadtverwaltung ein geeignetes Standortkonzept für die Errichtung von Mobilfunkanlagen auf kommunalen Liegenschaften entwickelt, um damit ggfls. zusätzliche Mieteinnahmen für den städtischen Haushalt zu erzielen (Richtwert: 1.500 – 2.000 Euro/Jahr/Anlage).
6. Wer ist der Betreiber der umstrittenen Mobilfunksendeanlage auf dem Kamin der alten Fabrikanlage in der Hauptstraße 127 und wurde dieser Standort einvernehmlich zwischen Betreiber und Stadtverwaltung abgestimmt?
7. Wie beurteilt die Stadtverwaltung die Konzentration von Mobilfunkanlagen im Ortskern von Oberwinter, nachdem bereits eine Anlage im Kirchturm der St. Laurentius-Kirche errichtet worden ist?
8. Welche Möglichkeiten sieht die Stadtverwaltung, zukünftig die betroffene Bevölkerung vor dem Bau von Mobilfunkanlagen umfassend zu informieren, um damit deren Besorgnis um mögliche Auswirkungen auf die Gesundheit Rechnung zu tragen?
Mit freundlichen Grüßen
Ute Kreienmeier
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