WDR LOKALZEIT Bonn: Video vom 07.07.08

WDR LOKALZEIT Bonn:
Video vom 07.07.08 
mehr...

Archiv / Aktuelles 2005-2011 / Veröffentlichungen 2005-2011 / Schnellschuss Lebensmittel-Discounter
 

Remagener WählerGruppe fordert Gesamtkonzeption

„Kein Schnellschuss mit Lebensmittel-Discounter
am Hafen Oberwinter!“

  drucken

„Wir brauchen keinen neuen Lebensmittel-Discounter an der B9 neben dem Hafen Oberwinter! Was wir brauchen, ist zunächst ein Gesamtkonzept für das Rheinufer Rolandseck vom Arp-Museum über Schiffswerftgelände bis zum Hafen“, begründet Stadträtin Ute Kreienmeier ihre ablehnende Haltung im Stadtrat Remagen. Dieser hatte in seiner letzten Sitzung kurz vor Weihnachten gegen ihre „Neinstimme“ und bei einer Stimmenthaltung mehrheitlich für die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans „Werft Oberwinter - Teilbereich Süd“ gestimmt. Damit wurden die planungsrechtlichen Weichen für die Errichtung eines insgesamt 1.200 qm großen Lebensmittel-Discounters direkt neben dem Hafen Oberwinter gestellt.

Die Entsorgung des Asbestschiffes auf der Oberwinterer Schiffswerft eröffnet aus Sicht der WählerGruppe ganz neue Perspektiven für die touristische Entwicklung des Rheinufers. Ein vorhabenbezogener Bebauungsplan für einen Lebensmittel-Discounter im südlichen Teilbereich der Werft könnte sich hier jedoch als nachteilige „Insellösung“ erweisen. „Dieser „Schnellschuss“ könnte eine Gesamtkonzeption nachhaltig beeinträchtigen“, befürchtet Kreienmeier. Sie erwartet daher zunächst die Erstellung eines städtischen Gesamtkonzeptes für die touristische und kulturelle Entwicklung im Umfeld des Arp-Museums. Nach ihrer Meinung ist ein Kurswechsel weg von der „Politik der Beliebigkeit“ am Remagener Rheinufer dringend geboten.

Die Lebensmittelversorgung im Hafenort erscheint der WählerGruppe Kreienmeier, Roßberg, Döring in der Stadt Remagen e.V. ohnehin über die vorhandenen Märkte bereits gut und ausreichend organisiert. Im Übrigen würden im Gutachten zum geplanten Einkaufszentrum „Becher-Gelände“, das offiziell immer noch auf der kommunalpolitischen Tagesordnung stünde, schon jetzt die vorhandenen Kaufkraftströme als eher zu schwach für ein neues Einkaufszentrum eingeschätzt, erläutert die Stadträtin ihre Bedenken gegen eine voreilige Anlage eines weiteren Marktes auch noch im nördlichen Stadtgebiet.

Grundsätzlich stützt die Remagener WählerGruppe ihre kritische Haltung auf die städteplanerische Kernforderung aus ihrem Wahlprogramm, wonach die historischen Plätze der ehemaligen »Riviera am Rhein« wiederbelebt werden sollen. Hierzu gehören nach ihren Vorstellungen nicht nur renommierte Bauobjekte wie die ehemaligen Hotels Bellevue an der Fähre Rolandseck und Stein am romantischen Yachthafen oder der Apollinariskeller in Remagen. Darüber hinaus müssten auch alle Chancen für neue »Highlights« in der Stadtentwicklung genutzt werden. Warum sollte das Umfeld des Oberwinterer Yachthafens beispielsweise nicht durch ein Strandcafe mit Sandstrand und Beachball am Rhein aufgewertet werden? Köln und Düsseldorf hätten bereits beispielhaft gezeigt, dass hierdurch neue Popularität und Anziehungskraft für eine Stadt am Rhein geschaffen werden können.

Impressum WählerGruppe Remagen e.V. Diese Seite Weiterempfehlen