WDR LOKALZEIT Bonn: Video vom 07.07.08

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Ortstermin in Birgel

„Schwarz-rote «Baukoalition» in Remagen?“

 

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Der Hangrutsch in Oberwinter und das umstrittene Bauprojekt „Alte Liebe“ werfen weitere Fragen im Hafenort auf, ob und warum immer neue Bebauungen in den schutzwürdigen Rheinhängen beschlossen werden. Einige Anwohner des Siebengebirgswegs luden jetzt zu einem Ortsbegang ein, um mit Vertretern der WählerGruppe Remagen über die neu entstandene Hangbaustelle „Unkeler Weg“ in Birgel zu diskutieren. „Gibt es in Remagen etwa eine „schwarz-rote Baukoalition“, die verschiedenen Kommunalpolitikern den Weg ihrer privaten Baugrundstücke im Hang exklusiv ebnet?“. Mit dieser Fragestellung fassten jedenfalls Stadträtin Ute Kreienmeier und Ortsbeiratsmitglied Christian Stein den in der besorgten Bürgerschaft entstehenden Eindruck zusammen.

So hatte der Stadtrat Ende 2006 den Erschließungsvertrag „Unkeler Weg“ verabschiedet und damit „grünes Licht“ für die Errichtung von maximal 4 Wohnhäusern in den grünen Hängen unterhalb der vorhandenen Bebauung Birgels gegeben. Noch gut zwei Jahre zuvor hatte die Bauverwaltung dagegen einem Nachbarn seine Bauvoranfrage für diesen Bereich abschlägig beschieden, wie sich die Kommunalpolitiker in dem Bescheid der Kreisverwaltung selber überzeugen konnten. Obwohl sich dieser Standort -etwas oberhalb des Unkeler Weges gelegen- fast noch in den vorhandenen Baubestand eingliederte, hieß es hierzu im Baubescheid von August 2004 wörtlich, „dass eine Bebauung in dieser stark abfallenden Hangfläche nicht mit dem Schutzzweck, nämlich der Bewahrung der Eigenart und Schönheit des Landschaftsbildes, der Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes, des Erholungswertes etc, vereinbar ist“.

Erst als sich keine 9 Monate später ein anderer, ebenfalls «verdienter und politisch aktiver Mitbürger Remagens» einschaltete, drehte sich die Ausgangslage offensichtlich um 180 Grad: „Im Außenbereich inmitten der Steilhanglage war es jetzt sogar möglich, ein ganzes Neubaugebiet namens „Unkeler Weg“ auf die politische Schiene zu setzen“, üben Dr. Christian Kergel und andere betroffene Nachbarn verständliche Kritik am widersprüchlichen Handeln der Verwaltung, zumal dieser verdiente und politisch aktive Mitbürger die wild bewachsenen und begrünten Grundstücke auch noch in sein Eigentum habe bringen können. Die Versammelten konnten sich bei ihrem Ortsbegang jedenfalls nicht des Eindrucks erwehren, dass sich „Rote“ und „Schwarze“ im Stadtrat -wie an den Beispielen „Alte Liebe“ und „Unkeler Weg“ offensichtlich- die persönlichen Vorhaben ihrer Mandatsträger wechselseitig „abnicken“ und vom Stadtrat absegnen lassen.

Am Ende des Ortsbegangs sicherten die Vertreter der WählerGruppe den versammelten Nachbarn Unterstützung bei der Durchsetzung ihrer Belange zu. So will sich die Gruppe bei Stadt und Kreisverwaltung dafür einsetzen, dass der im Rahmen der Baugebietserschließung mit erheblichen Erdmassen zugeschüttete Unkeler Weg wieder ordnungsgemäß frei geräumt wird. Immerhin habe die Stadt in 2004 selber noch schriftlich vorgegeben, dass sie einem Ausbau des in der Örtlichkeit damals „als Rasenfläche vorhandenen Wegefläche“ nicht zustimmen werde. Und noch Ende Oktober 2007 habe die Kreisverwaltung in einem Schreiben den Nachbarn bestätigt, sie werde die Stadt Remagen beauftragen, „die Wegeführung wieder zugänglich zu machen“.

 

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