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RZ-Online Artikelarchiv vom 16.11.2011

 

Schwarze Madonna wird nicht entfernt

 

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Sitzung Antrag der Wählergruppe Remagen abgelehnt

von unserem Mitarbeiter Andreas Wetzlar

Remagen. Die Schwarze Madonna in der Friedenskapelle Remagen hat in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses der Stadt für große Diskussionen gesorgt. Die Wählergruppe Remagen (WGR) beantragte, dass „der Verein des Friedensmuseums als Besitzer aufgefordert werden sollte, die Figur zumindest bis auf Weiteres aus der Kapelle zu entfernen“, wie WGR-Vorsitzende Ute Kreienmeier unserer Zeitung sagte. So sollte den Demonstranten diesen Samstag ein „potenzielles Ziel genommen werden“. Der Antrag fand nach einer heftigen Debatte keine Mehrheit.

Grund für den WGR-Antrag war ein Bericht unserer Zeitung gewesen, in dem auf den Erschaffer des Kunstwerks, Adolf Wamper, hingewiesen worden war. Wamper war 1944 in die von den Nazis erstellte „Gottbegnadeten-Liste der wichtigsten bildenden Künstler“ aufgenommen worden. Kreienmeier sagte zu dem abgelehnten Antrag: „Ich sehe darin auch die generelle Glaubwürdigkeit infrage gestellt. Auf der einen Seite geben wir uns durch die Aktion ,Toleranz fördern – Kompetenz stärken' alle Mühe, unterlassen aber die Möglichkeit, ein Zeichen zu setzen.“

Auf breite Zustimmung stieß der Wunsch nach einer historisch-wissenschaftlichen Aufarbeitung. „Wir sollten uns ergebnisoffen dieser Aufgabe stellen“, so Bürgermeister Herbert Georgi. Jedoch sollte nicht durch vorschnelles Handeln das mehr als 30 Jahre andauernde Bemühen des Vereins als Besitzer der Kapelle und der Madonnenfigur ins falsche Licht gerückt werden.

RZ Bad Neuenahr-Ahrweiler vom Mittwoch, 16. November 2011

 

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