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News – Ute Kreienmeier
»Servus Kommunalpolitik!«

Stadträtin verabschiedet sich nach 15 Jahren aus dem Remagener Stadtrat

Newsletter vom 13.02.2012

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Rückblick mit Bildern

Yachthafen Oberwinter                        Asbestschiff Bellevue, Schiffswerft Oberwinter

Privatisierung des Yachthafen Oberwinter                               Rückbau nach über 9 Jahren:

Asbestschiff »Bellevue«

Liebe Remagenerinnen und Remagener!
Liebe Freunde und Beobachter der Kommunalpolitik!

Nach 25 Jahren Wohnen und Leben am wunderschönen Rhein in Oberwinter und 15 Jahren aktiver Arbeit im Rat der Stadt Remagen heißt es für mich nun:

„Servus Rheinland!“ ● „Servus Remagener Kommunalpolitik!“

Unsere Familie befindet sich im Aufbruch und wird aus beruflichen Gründen den Lebensmittelpunkt in den Teutoburger Wald verlegen. Mit einem lachenden, aber natürlich auch einem weinenden Auge werden wir also unsere Zelte hier am Rhein abbauen.

Bekanntlich wird Politikern nachgesagt, dass sie an ihrem einmal gewonnenen politischen Mandat sehr hängen oder gar „festkleben“. Kaum zu glauben: Auch ich bin schon 15 Jahre mit dabei. Und es wäre wohl „geflunkert“, wenn ich nun erklären würde, der Abschied aus der Remagener Politik würde mir sehr leicht fallen. Nein, so ist das nicht! Zumal das beharrliche Bohren von dicken Brettern schließlich am Ende sehr häufig von Erfolgen gekrönt war. Und das aus der Oppositionsrolle heraus! Nicht zuletzt bereicherte die kommunalpolitische Arbeit in Remagen sogar mein berufliches Tun bei einem kommunalen Spitzenverband.

Mit dem geplanten Umzug werde ich demnächst mein Stadtratsmandat niederlegen. Mein Nachfolger und „Nachrücker“ von der Liste der WählerGruppe Remagen ist dann Ahmet Bulut, gleichzeitig auch ein Beitrag zur Förderung der Migrationspolitik in unserer Römerstadt. Mit Bulut, dem Vorsitzenden des Ausländerbeirats der Stadt Remagen, sitzt dann nämlich erstmals ein Vertreter der muslimischen Wohnbevölkerung mit am Ratstisch.

Rückblick mit Bildern

Eveline Lemke, Alte liebe Oberwinter Alte Liebe Oberwinter, Beate Schleitzer

Bauen an der »Alten Liebe« im öffentlichen Fokus: Ortstermine mit der heutigen stellvertretenden Ministerpräsidentin Eveline Lemke (Bild links 3 v.r.) und RheinAhr tv im europäischen Naturschutzgebiet.

 

Die »Optimierung des persönlichen Vorteils« scheint sich in Deutschland als ein neuer moralischer Wert und Standard zu etablieren. Manche politischen „Vorbilder“ auf Bundesebene drängen uns „Normalbürgern“ diese Praxis geradezu zum Nachahmen auf. Man hat immer mehr den Eindruck, dass die Vermengung von dienstlichen Angelegenheiten mit privaten Vorteilen fast schon gesellschaftsfähig geworden ist. Warum soll dieses Prinzip dann nicht auch hier vor Ort Schule machen? Warum sollte also ein verdienter SPD-Parteifunktionär und Remagener Unternehmer sein Privat- oder Ferienhaus nicht auf der »Alten Liebe« bauen dürfen??? -

Ich für meine Person vertraue dagegen weiterhin auf die Rechtsstaatlichkeit! Genauso auf die Geradlinigkeit und das Wort unserer stellvertretenden Ministerpräsidentin Eveline Lembke. Sie hat bei ihrem Ortstermin im März 2011 eine Baumaßnahme auf der »Alten Liebe« kategorisch ausgeschlossen und will im Zweifelsfall sogar die EU einschalten. Wer die Entstehung des umstrittenen Baugebiets »Unkeler Weg« mit den verschiedenen illegalen Aufschüttungen verfolgt hat, der ahnt, dass sich wohl auch andere Kommunalpolitiker die »Optimierung des persönlichen Vorteils« zu eigen gemacht haben könnten.

Rückblick mit Bildern
 
Stadtwald Remagen, Asbeck Jagdschloss Calmuth, Frank Asbeck

Verkauf des städtischen Waldes wie der „Goldgrube“ an SolarWorld-Chef Asbeck? – Nein! Unser Stadtwald bleibt Stadtwald!

 

Als „gelernte“ Försterin (Dipl.-Forstwirtin) bin ich besonders stolz darauf, dass wir den Verkauf unseres städtischen Waldes an den Bonner „Sonnenkönig“ (SolarWorld-Chef) Frank Asbeck verhindern konnten. Bereits zwei – drei Jahre später stellt sich nun im Zeichen der Energiewende heraus, dass sich auf geeigneten Standorten unseres Stadtwaldes wahrscheinlich schon bald gegen hohe jährliche Pachten Windkrafträder zum Vorteil unserer Stadtkasse und mithin zum Wohle unserer Bürgerschaft drehen könnten.

Rückblick mit Bildern

Elke Grafen-Müller, Unkelbach, Dungkopf Stichnote Unkelbach

Wie in allen Fällen nur möglich über die Herstellung von Öffentlichkeit: Asbecks Zaun am Dungkopf in Unkelbach musste zurückgebaut werden! Dank der unabhängigen Presse für ihre kritische Berichterstattung.

         Wohnwagen Jugendtreff Unkelbach

Wohnwagen-Jugendtreff Unkelbach: Junge Menschen auf dem Weg, ihre Geschicke und Interessen in der dörflichen Gemeinschaft selber in die Hand zu nehmen.

 

Mein Kompliment gilt den Jugendlichen des Wohnwagen-Jugendtreffs Unkelbach, deren ehrliches Engagement mir in meiner Zeit als Kommunalpolitikerin vielleicht sogar am meisten Freude gemacht hat. Auch unsere Behörden müssen sicherlich noch dazulernen, auf die jungen Bürgerinnen und Bürgerinnen offen zuzugehen. In der Verständigung zwischen der „Facebook-Generation“ und deutscher Bürokraten liegen noch Welten. Aber wenn nicht diese jungen Leute, wer denn soll (hoffentlich schon bald) in unseren Kommunalparlamenten sitzen und für Demokratie streiten?!

Besonderer Dank gilt all meinen politischen Freunden und Wegbegleitern in der WählerGruppe Remagen, allen voran meinem Stellvertreter Hans-Gerd Höptner sowie Kurt Pauli. Gerade letzterer war von Beginn an stets ein „Fels in der Brandung“, besonders wenn die See einmal stürmischer wurde. Aus dem Stadtrat möchte ich Antonio Lopez und Beate Schleitzer ganz besonders danken: als aufrechte Demokraten sowie für eine fachlich wie menschlich immer sehr vertrauensvolle Zusammenarbeit über Fraktionsgrenzen hinweg!

Unserer Stadt wünsche ich für die Zukunft „Glück auf - Remagen!“

Ihre/Eure
Ute Kreienmeier

WählerGruppe Remagen e.V. (WGR)

 

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