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Lokales

Stadt Remagen und Rhein-Ahr-Campus wollen zusammenarbeiten

Remagen. (ln) Ideen zur zukünftigen Zusammenarbeit zwischen der Remagener Innenstadt und dem Rhein-Ahr-Campus zu entwickeln, war Sinn und Zweck eines Workshops, zu dem Bürgermeister Herbert Georgi und der Vizepräsident der Fachhochschule Koblenz, Jens Bongartz, Vertreter verschiedener Interessengruppen an einen Tisch geholt hatten.

Prof. Dr. Jens Bongartz, Rhein-Ahr-Campus

Studentisches Leben in der Remagener Fußgängerzone gibt es derzeit nur in dieser von der Wählergruppe gefertigten Foto-Montage. Fotomontage: Martin Gausmann

Hintergrund der Initiative ist die Erkenntnis, dass das Verhältnis zueinander von bisherigem Desinteresse geprägt zu sein scheint, und sich in der Folge zum Teil unvereinbare Erwartungshaltungen gegenüberstehen. Gründe für das eher distanzierte Nebeneinander nannte Wirtschaftsförderer Marc Bors in einem einführenden Vortrag. Offensichtlich sei etwa die räumliche Distanz, die Innenstadt und Campus trennten.

So liegt die Fachhochschule gut zwei Kilometer vom Stadtkern entfernt im Remagener Süden. Zudem bestätige sich in Remagen, was Untersuchungen an anderen Fachhochschulstandorten bereits ermittelt hätten. "So sind auch in unserer Stadt 85 Prozent der Fachhochschüler Heimpendler und stehen der Innenstadt als potenzielle Kunden kaum zur Verfügung", erklärt Bors. Zudem sei eine Diplomarbeit zu einem deutlichen Ergebnis gekommen: Die meisten Studenten zeigen kaum Interesse an ihrem Hochschulstandort.

Die Bestandsaufnahme ist in der Tat eher ernüchternd. Doch die im Workshop geführte Diskussion zu diesem Thema lieferte durchaus erste Ansätze, auf denen sich aufbauen lässt. Kleine Schritte seien bei der Annäherung angesagt. "Ein Tübingen am Rhein", stellten Bongartz und Herbert Georgi einhellig fest, "wird es - wenn überhaupt - nur in weiter Ferne geben." Als ersten Schritt auf dem Weg zur Integration begreifen die Beteiligten die Bildung dreier Arbeitsgruppen.

Die erste Arbeitsgruppe wird sich mit dem Thema "Gastronomische Angebote für Studenten" befassen. Die Stadt wird dazu sowohl Vertreter des Remagener Wirte-Stammtisches als auch Studierende einladen, um deren jeweilige Erwartungen und Wünsche zu erfahren. Dabei werde es um die Frage nach Räumlichkeiten für Studentenpartys ebenso gehen wie um WLAN-Angebote in der Außengastronomie.

Mit den Möglichkeiten, innerstädtische Angebote besser an die Studierenden am Rhein-Ahr-Campus heranzutragen, wird sich die Arbeitsgruppe "Onlinezusammenarbeit" befassen. Darüber will die Stadtverwaltung demnächst mit der Werbegemeinschaft und Studenten diskutieren. Die dritte Arbeitsgruppe wird sich mit der Frage befassen, wie sich ein zusätzliches Wohnungsangebot für Studenten schaffen lässt. Vorgesehen sind zunächst Gespräche mit Maklern und dem Studierendenwerk Koblenz.

Neben den Arbeitsgruppen sind aber auch bereits konkrete Projekte vereinbart worden. So ist etwa ein engerer Austausch bei städtischen Kulturereignissen vorgesehen. Der Bürgermeister versprach zudem, dass sich die Stadt mit dem Thema "Verbesserung der Fahrradwegeverbindung zwischen Innenstadt und Südstadt/Rhein-Ahr-Campus" auseinander setzen werde.

Darüber hinaus hofft man, auch beim Themenkomplex "Bushaltestelle/Busverbindungen/Anrufsammeltaxi" kurzfristig Fortschritte zu erzielen. "Die heute hier eingebrachte Zeit war ein Gewinn für alle", stellte die Präsidentin der Fachhochschule Koblenz, Ingeborg Henzler, abschließend fest. Alle Beteiligten sagten zu, sich zum Jahresende erneut in großer Runde zusammenzusetzen, um an der Lösung der Problematik weiter zu arbeiten.

Artikel vom 21.05.2010

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