WDR LOKALZEIT Bonn: Video vom 07.07.08

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Kostenexplosion beim Neubau des Bauhofs:

 

Stadtrat winkt die Mehrkosten von 700.000 EUR
mit den Stimmen von CDU, FBL und FDP durch

 

WählerGruppe Remagen kritisiert unverantwortlichen
Umgang mit Steuermitteln

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Der Stadtrat hat in seiner gestrigen Sitzung in der Mehrzweckhalle Unkelbach die Mehrkosten von 700.000 EUR für den Neubau des Remagener Bauhofs mit den Stimmen von CDU, FBL und FDP ohne Vorlage von baubegründenden Unterlagen "anstandslos" genehmigt. Gleichzeitig wurde die Einsetzung einer "Arbeitsgruppe" beschlossen. Diese Arbeitsgruppe darf jedoch ausdrücklich nicht die Gewerke überprüfen, die für die eingetretende Kostenexplosion maßgeblich verantwortlich sind. Damit erfüllt diese Arbeitsgruppe lediglich politische "Alibi-Funktionen".

 

Aus Sicht der WählerGruppe Remagen ist es unverantwortlich, dass der Stadtrat die Mehrkosten für einen Neubau Bauhof einfach "durchgewunken" hat. In der Sitzung wurde außerdem bekannt, dass die Stadtverwaltung bereits seinerzeit dem Bauausschuss bei der Auftragsvergabe die Mehrkosten einfach verschwiegen hat.

 

Dabei wird es sicher nicht bei den 2,1 Mio. EUR Baukosten bleiben, denn die Kosten für die Statik, Gerichts- und Notariatskosten, Maklerprovisionen, Abfindungen, Erschließungsbeiträge, Hausanschlusskosten, Finanzierungskosten, Kosten und Gebühren aus Bauherraufgaben sind in dieser Kalkulation noch gar nicht enthalten. Am Ende, so befürchtet die WGR, wird uns der Neubau um die 3,0 Mio. EUR kosten. Das wäre das Dreifache von dem, was der geplante Verkauf unseres herrlichen Stadtwaldes (100 Hektar / 1 Mio. qm) nach Vorstellung des Bürgermeisters einbringen soll! Und welchen Mehrwert erhält Remagen im Gegenzug für diese drei Millionen? Wir fragen uns, ist der Neubau wirklich diese Millionen wert?

 

Durch die angeblich sehr schlechten Bodenverhältnisse auf dem Areal neben der Feuerwehr sollen die Kosten für die Außenanlage von 175.000 EUR auf 405.000 EUR ansteigen. Wir haben erhebliche Zweifel, ob die Bodenverhältnisse tatsächlich so schwierig sind wie man uns glauben machen will. So heißt es, dass der Hochflutlehm, eine ca. 1,00 bis 1,2 Meter tiefe Schicht über dem Rheinkies, ein äußerst schlechter oder auch sensibler Baugrund sei. Ganz Remagen steht jedoch auf diesem Hochflutlehm. Es wäre interessant zu erfahren, ob bei den anderen Bauten im Gewerbegebiet ebenfalls die Gründungskosten davon gelaufen sind. Niemand hat bisher jedenfalls davon berichtet, dass unser Gewerbegebiet in der "Goldenen Meile" ein schwieriger Baugrund mit der "eingebauten Lizenz zur Kostenexplosion" sei.

 

Die Mehrkosten für den Bau der Betriebshalle sind ebenso nicht nachvollziehbar. Wir von der WGR haben uns in Wachtberg und auf der Grafschaft vergleichbare Hallen in konventioneller Bauweise angeschaut. Dort liegen die Baukosten zwischen 300.000,- und 500.000 EUR. Und wenn man bedenkt, dass der neue EDEKA-Markt auf dem Bechergelände mit rd. 2.000 qm Nutzfläche (!) einschließlich der Investitionen für Klimaanlage und anderer Infrastruktur für einen Lebensmittelmarkt insgesamt 2,6 Mio. EUR gekostet hat, dann stehen die Baukosten für unseren städtischen Bauhof mit einer Nutzfläche von rd. 1.400 qm hierzu absolut in keinem realistischen Verhältnis.

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