WDR LOKALZEIT Bonn: Video vom 07.07.08

WDR LOKALZEIT Bonn:
Video vom 07.07.08 
mehr...

Archiv / Aktuelles 2005-2011 / Veröffentlichungen 2005-2011 / Stadtwald - Kumpanei ?
 

Stadtwaldverkauf Remagen:

„Es riecht nach Kumpanei“

 

drucken 

Mit großer Sorge beobachtet die WählerGruppe Remagen e.V. (WGR), dass Bürgermeister Herbert Georgi nach den Kommunalwahlen jetzt erneut und wieder ohne Rücksprache mit den Fraktionen das strittige Thema „Stadtwaldverkauf“ vorantreibt. Der Stadtchef hat den Haupt- und Finanzausschuss für Dienstag, den 06. Oktober - 15 Uhr, zum Treffpunkt am Parkplatz Scheidskopf (L79) eingeladen. Zunächst ist in nichtöffentlicher Sitzung die „Besichtigung des Stadtwaldes Remagen“ geplant. Ab 16:30 Uhr steht dann ein „Gespräch mit Herrn Asbeck in der ehemaligen Filmunion im Calmuth-Thal“ auf dem Programm; Rückkehr vom Jagdschloss ins Rathaus ab ca. 18:00 Uhr. „Das riecht nach Kumpanei, wenn ein Gremium der Stadt in nichtöffentlicher Sitzung im privaten Jagdschloss des Kaufinteressenten statt auf neutralem Boden tagt“, übt Försterin Ute Kreienmeier als Stadtratsmitglied Kritik an einer „zu engen Nähe des Bürgermeisters zum Solarchef Asbeck“.

Die WählerGruppe befürchtet, dass der Bürgermeister den Stadtwaldverkauf nun in einem zweiten Anlauf im „Hauruckverfahren“ durch die Gremien „durchpeitschen“ will. „Wenn es Georgi bei dem Ortstermin nur darum gehen würde, einen politischen Meinungsprozess anzustoßen und ausgewogen voranzubringen, dann hätte der Bürgermeister alle Stadtratsmitglieder und gleichzeitig die Mitglieder des Bau-, Verkehrs- und Umweltausschusses zu einem späteren Termin mit dem Kaufinteressenten ins Calmuth-Thal einladen müssen“, so die Forderung der Fraktionsvorsitzenden Ute Kreienmeier. Denn bereits im Februar hatte der Haupt- und Finanzausschuss die Verwaltung beauftragt, zunächst als ersten Schritt einen Waldbegang unter Leitung des zuständigen Forstamtes Ahrweiler durchzuführen, um sich einen unabhängigen und neutralen Überblick verschaffen zu können. „Diesen Beschluss hat der Bürgermeister bis heute nicht umgesetzt“; kritisiert Försterin Ute Kreienmeier. „Stattdessen soll der Haupt- und Finanzausschuss jetzt sogar im Jagdschloss des Kaufinteressenten Frank Asbeck in nichtöffentlicher Sitzung tagen“, äußern die Fraktionsmitglieder Ute Kreienmeier, Dr. Peter Wyborny und Dr. Jörg Roßberg erhebliche Bedenken gegen diese „einseitige Vorgehensweise“ des Bürgermeisters.

Nach Auskunft der WählerGruppe würden die Remagener Spatzen seit einigen Wochen von den Dächern pfeifen, dass es bereits einen unterschriftsreifen Notarvertrag geben soll und schon Grenzbegänge mit den Jagdnachbarn durchgeführt würden.

 

Impressum WählerGruppe Remagen e.V. Diese Seite Weiterempfehlen