WDR LOKALZEIT Bonn: Video vom 07.07.08

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Video vom 07.07.08 
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Bürgermeisterwahl 2018 / Starkregen und Hochwasser
 

 

Dr. Peter WybornySonntag 04.02.2018

Zur Ergänzung der gestrigen Veranstaltung der Starkregen AG Oedingen möchte ich folgende Beiträge nachreichen. Auf Grund der kurz bemessenen Redezeit haben einige Teilnehmer mich nach der Veranstaltung gebeten, meine Eingaben im Stadtrat, doch bitte noch nachzuliefern. Dem komme ich hiermit gerne nach:

Am 26. Juni 2017 habe ich als einziges Stadtratsmitglied unter Top 7. die Entlastung des Bürgermeisters verweigert, da aus meiner und Sicht der WGR die Starkregenthematik für Oedingen in keiner Weise beachtet worden war.

Ebenso habe ich am 14. März 2016 während einer Stadtratssitzung in Oedingen zu folgenden Punkten, die mir von Seiten der Bürger zugetragen worden waren, Fragen gestellt und folgende Antworten erhalten:

- Zu An- und Abfahrtsmöglichkeiten am Kindergarten fragte ich, warum nicht beidseitig Stellplätze geschaffen wurden.
Die Antwort (Originallaut): "Mit den vier Stellplätzen auf der linken Seite des Grundstücks sind zwei Stellplätze mehr hergestellt worden als baurechtlich notwendig gewesen wäre. Das Grundstück auf der rechten Seite soll als gewerbliches Baugrundstück vermarktet werden und kann daher nicht zur Anlage weiterer Stellplätze genutzt werden."

- Zu meiner Frage warum entlang der gefährlichen Schnellstraße vor dem Gemeinschaftshaus der Zugang nur mit Splitt angelegt wurde und nicht asphaltiert wurde, erhielt ich folgende Antwort (Originallaut): "Die Wachtbergstraße ist keine gefährliche Schnellstraße, sondern eine Kreisstraße. Der Gehweg ist mit grobem Splitt angelegt und in einem guten Zustand."

- Auf meine Frage, was unternommen wurde, um eine Querungshilfe oder ähnliches zu veranlassen, erhielt ich diese Antwort: "Hinsichtlich einer Querungshilfe steht die Verwaltung in Verhandlungen mit dem LBM."

Dies zur Verdeutlichung, dass mir Probleme der BürgerInnen in Oedingen in der Vergangenheit und auch in Zukunft am Herzen liegen. Ich bin bereit mich jederzeit für Fragen und Anregungen der Anwohner stark zu machen

 

 

Dr. Peter WybornyMontag 29.01.2018

Die vierte Hochwasserwelle hat mich veranlasst, beim Wasserhöchststand (Freitag und Samstag) noch einmal in Kripp und Oberwinter vorbei zu fahren, um mir die Problematik des Strömungsschutzes unter Realbedingungen anzuschauen.
Zum Glück ist die vierte Welle nicht so hoch wie die letzten drei Wellen ausgefallen, sodass einige Maßnahmen nicht zum Einsatz kamen. Aber auch bei dieser erneuten Hochwasserwelle sind die Helfer der Freiwilligen Feuerwehr Kripp immer noch unermüdlich im Einsatz. Bei meinem Besuch in Kripp konnte ich die Funktion der sogenannten Rollboote kennenlernen, die seit einiger Zeit während der Straßenüberflutungen eingesetzt werden können. Mithilfe dieser Rollboote können die Anwohner begleitet durch Feuerwehrleute trockenen Fußes aus ihren Häusern geleitet werden. Wenn der Einsatz dieser Rollboote aufgrund eines höheren Pegels nicht mehr sicher angewendet werden kann, so gehen diese Boote als Leihgabe nach Rolandswerth, um dort Anwohner aus ihren Häusern zu befördern.
Die Fotos dienen der Aufmerksamkeit und sind bei meinen ersten Besichtigungen des Hochwassers am 8. Januar entstanden.

 

 

Dr. Peter WybornyMittwoch 24.01.2018

Prima, so stelle ich mir die Zusammenarbeit zwischen der Stadtverwaltung und dem Dachverband Hochwassernotgemeinschaft Rhein e.V. vor. Profitiert die Stadt von der Kompetenz des Dachverbandes in Form eines laufenden Konzeptes, so sollte diese auch deren Pressemitteilungen stützen bzw. das Vortragsangebot zur Starkregenproblematik nutzen. Zusammenarbeit ist nun mal ein Geben und Nehmen. Daher freut es mich, dass zumindest die zweite Pressemitteilung vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung vom 11.1.2018 unter Mitteilungen anderer Behörden nun in den "Remagener Nachrichten" Nr. 4 erschienen ist 👍

 

 

Dr. Peter WybornySamstag 20.01.2018

Im Wochenspiegel Ahrtal von heute (20. Januar) ist auf der Titelseite im Beitrag „Mit Konzepten gegen Hochwasser“ nachzulesen, dass die Stadt Remagen tatsächlich an einem Hochwasserkonzept aber nur für Unkelbach, Oedingen und Oberwinter arbeitet. Im Dachverband Hochwasserschutz Rhein e.V. hatte ich das anders verstanden, es sollte gesamtstädtisch sein, denn es sollte auch die Remagener Kernstadt und Kripp untersucht werden. Warum wurde davon jetzt Abstand genommen? Kripp hatte Glück, dass sich die Baulücke in Höhe Sandweg bei der dritten Welle nicht negativ auf die Strömung auswirkte, weil der Pegel erfreulicherweise nicht hoch genug war…
Aus meiner eigenen Erfahrung weiß ich, dass sich der Scheitel von Welle zu Welle erhöht! Ich hoffe nicht, dass dies bei der vierten Welle zur Gefahrensituation für die Kripper Feuerwehr wird, wie 1993 und 1995...

 

 

Dr. Peter WybornySamstag 20.01.2018

Schlechte Nachrichten für die vom Hochwasser Betroffenen. Meine Befürchtung bestätigt sich, die vierte Hochwasserwelle kommt.
Der kritische Bereich beginnt ab Montag und Dienstag. Ein Pegelstand von 7 Meter wurden am morgen des 20. Januar schon im Radio gemeldet.
Die Bilder dokumentieren die drei Wellen und die beginnende vierte Welle...

 

 

Dr. Peter WybornyMittwoch 17.01.2018

Hier noch mein eigenes Statement zu den geforderten Konzepten für den Hochwasserschutz in Remagen...

 

Zu den geforderten Konzepten für den Hochwasserschutz in Remagen

 

Nun ist die dritte Hochwasserwelle abgelaufen und viele Haushalte hatten noch Glück, dass die zunächst erwarteten Prognosen nicht eingetroffen sind. Als vom Hochwasser selber betroffen, kenne ich die Kritik an Politikern, sich in den Fluten fotografieren zu lassen, anstatt sich vorher für einen geeigneten Schutz einzusetzen. Ich verstehe die Forderung nicht, dass „endlich Konzepte entwickelt und umgesetzt werden“ sollen, wie Björn Ingendahl zum Starkregen und Hochwasser in den Zeitungen zitiert wird. Welche Konzepte sind denn zu entwickeln und von wem? Wer diese Aussage liest meint, dass noch völliges Neuland in der Konzeptfrage hoffentlich in naher Zukunft zu beschreiten wäre. Dies ist ein Irrtum. Die Städte des Rheins haben sich in der Hochwassernotgemeinschaft Rhein (HNG) zusammengeschlossen, unter Einbindung der beiden Umweltministerien von NRW und Rheinland-Pfalz. In diesem Dachverband laufen die Fäden zusammen, auch für den den Hochwasserschutz von Remagen, Andernach, Braubach, Koblenz etc., um nur einige Städte aus unserer Gegend zu benennen. Wer die Lokalpolitik verfolgt, dürfte wissen, dass nach den Starkregen in Oedingen und Unkelbach die Stadt Remagen in Zusammenarbeit mit diesem Dachverband HNG Rhein begonnen hat, ein Konzept zu erstellen. Als Mitglied im Vorstand dieses Dachverbandes begrüße ich es, dass in diesem Konzept nicht nur die Problemfelder Oedingen und Unkelbach aufgegriffen werden, sondern alle Stadtteile behandelt werden sollen. Erste Termine wie mit der Starkregen-AG in Oedingen haben stattgefunden, der letzte mit der Diskussion um die Maßnahmen (leider vom Referenten etwas unglücklich vorbereitet), ist dann dankenswerter Weise von Herrn Bachem durch zielgerichtetes Vorgehen geheilt worden. Ich hatte Herrn Bachem während dieses Treffens gefragt, warum kein Vertreter der Stadtverwaltung erneut an der Mitgliederversammlung des unterstützenden Dachverbandes teilgenommen hat. Der Vortrag „Starkregen ¯ Herausforderung für Kommunen und Bürger im ländlichen und urbanen Raum“ wäre doch als Fachbeitrag sozusagen just-in-time gewesen. Herr Bachem erklärte, dass andere Fortbildungsveranstaltungen bevorzugt wurden. Nach meiner Auffassung gehört die Beteiligung an der Konzepterstellung zu den Pflichtterminen eines Bürgermeisters oder zumindest eines städtischen Beauftragten. Auch verstehe ich nicht, dass im Rahmen der Zusammenarbeit eine verteilte Pressemitteilung der HNG Rhein zum Hochwasser nicht von der Stadtverwaltung weiter verteilt wurde, wie früher geschehen. Dies wurde nun von mir ersatzweise getan, weil ich diese Zusammenarbeit als sehr wichtig ansehe. Ich hoffe, dass meine Verteilung als Nicht-Bürgermeister von der Presse akzeptiert wird. Da die Positionen der Stadt Remagen zum Hochwasserschutz schwer durchschaubar sind, habe ich die Gelegenheit genutzt, die Situationen in den Ortsteilen während des Hochwasserscheitels zu fotografieren, um mir einen genauen Überblick zu verschaffen. Bisher kannte ich detaillierter nur Kripp und die Kernstadt. Mit Hilfe dieser Bilder werde ich jetzt das Gespräch mit Betroffenen suchen, vielleicht verstehe auch ich dann das eine oder andere besser. Zum Beispiel: Warum versinkt Oberwinter beinahe bei jedem mittleren Hochwasser? Köln benötigt für seinen Hochwasserschutz viele sogenannte Spuntwände, musste aber auch das Kanalnetz mit Rückstauventilen ausrüsten und ständig abpumpen, ansonsten kommt das Wasser über das Grundwasser. Die zeitaufwendig aufzubauenden Spuntwände braucht Oberwinter nicht, das übernimmt die B9, oder? Warum ein Teilbedarf bei 90% Förderzuschüssen für Oberwinter nicht realisierbar sein soll, würde ich gerne verstehen. Das Wasser verhält sich doch in Oberwinter nicht anders als in Köln? - Aber an erster Stelle sollte das Gespräch mit den Betroffenen stehen, sie sollten äußern können, welche Lösungen von ihnen bevorzugt werden. Ergebnis erster persönlicher Gespräche letzten Samstag in der Hauptstraße in Oberwinter zeigen, dass zwar von der B9 alle Gassen abfallen, das Wasser sich jedoch in den Senken sammelt und stehen bleibt. Wie und zu welchen Bedingungen die Hauptstraße und die B 9 überflutet wird, werde ich in weiteren Gesprächen mit den betroffenen Bürgern erörtern, um meine bisherigen Einschätzungen zu überprüfen. Bei meinem Besuch während des Scheitelwertes in Kripp habe ich erschreckend festgestellt, dass eine lebensbedrohende Situation für die helfende Feuerwehr über die Strömung im Sandweg im Falle eines höheren Hochwassers entstanden wäre. Der Grund ist ein fehlendes Reihenhaus in der Bebauung, was dann auch den Evakuierungsweg für die neuen Mehrfamilienhäuser auf Quellen-Lehnig unterbricht und somit nutzlos macht. Ich habe noch am selben Tag und bewusst bevor meine Bürgermeisterkandidatur bekannt wird und der Vorgang in einer Wahlkampfschublade landet, den Kreis angeschrieben. Inzwischen liegt die unbefriedigende und für mich unfassbare Antwort vor, hier gekürzt: Da für dieses fehlende Reihenhaus bisher kein Bauantrag vorliegt, könne man nichts machen. Es gäbe keine Bestimmung, hier etwas erreichen zu können. Ich habe jetzt die Diskussion mit den Anwohner aufgenommen, die davon betroffen sind, um zu überlegen, wie man weiter verfährt. Das Ergebnis bleibt abzuwarten. Als wichtiges Anliegen habe ich mitgenommen, dass sich die Bewohner, in deren Haus Wasser stand, ungerecht behandelt fühlen. Sie müssen für das Säubern ihrer Häuser teures Trinkwasser verwenden, dafür dann auch noch den Abwasseranteil bezahlen, obwohl der Grundwasserpegel zu diesem Zeitpunkt eine Nutzung des Kanals ausschloss. 1993 oder 1995 habe es da eine Lösung gegeben, heißt es und man hoffe darauf, dass dies wieder geschehe. Zu viel Zeit sollten wir für die Lösung des Problems „Baulücke im Quelle-Lehnig-Gelände“ in Kripp nicht verstreichen lassen. In der Vergangenheit flossen die Hochwasser erst ab, nachdem in den Vogesen und im Schwarzwald das Wetter zu kalten Temperaturen wechselte. Dies ist nicht nach der ersten Hochwasserwelle Ende November passiert, und auch nicht nach der zweiten Welle vor Weihnachten. Nun nach der dritten Welle bleibt es insgesamt ebenfalls zu warm. Hoffentlich löst das nächste Tiefdruckgebiet nicht eine vierte noch einmal höher ausfallende Welle aus.

 

Dr. Peter Wyborny (der 5. Bürgermeisterkandidat von Remagen)

 

So sah es übrigens vor meiner eigenen Haustür 1993 aus. Ich bin froh, dass es dieses Mal nicht so weit gekommen ist... Leider weiß ich beim Thema Hochwasser genau, wovon ich rede. Man darf die Gefahren nicht unterschätzen, wenn so eine schöne Stadt geographisch unmittelbar neben dem größten Fluss Deutschlands gelegen ist...

 

 

 

Dr. Peter WybornyMittwoch 17.01.2018

Leider wurde meine Pressemitteilung vom Hochwasserverband Rhein e.V. von letzter Woche nicht veröffentlicht. Den Artikel hatte die Stadt bekommen, aber leider nicht an die Presse weitergeleitet...

 

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