WDR LOKALZEIT Bonn: Video vom 07.07.08

WDR LOKALZEIT Bonn:
Video vom 07.07.08 
mehr...

Archiv / Aktuelles 2005-2011 / Presseberichte 2006-2011 / Wächst da was zusammen?
 

 

WOCHENSPIEGEL

4. Februar 2009

        drucken 

Zusammenleben & -wachsen von Remagen und FH geht voran

Wächst da was zusammen?

Remagen soll nach dem der ambitionierten Wählergruppe Remagen zu einer »Hochschulstadt mit Pfiff« werden. Aus diesem Grunde soll die Innenstadt zu einem attraktiven Studentenviertel ausgebaut werden


REMAGEN. (ANG) Die »Ideen« der Wählergruppe Remagen, aus der Römerstadt am Rhein eine »Hochschulstadt mit Pfiff« zu machen, und dazu unter anderem die Innenstadt zum attraktiven Studentenviertel auszubauen, haben für ein großes Echo gesorgt.

Die Stadtverwaltung sieht das Zusammenwachsen zwischen Hochschule und Stadt auf einem guten Weg und hält die Aussage der Wählergruppe, wonach der Campus ein Raumschiff sei, das erst noch in Remagen landen müsse, für eine ganz spezielle Interpretation. Vielmehr sei die Eröffnung des RheinAhrCampus vor zehn Jahren für Remagen ein Glücksfall gewesen«, heißt es weiter aus dem Rathaus. Die Stadt sagt aber auch ganz offen, dass Campus und Stadtkern in dieser Zeit nicht so eng zusammengewachsen seien, wie manche das in der ersten Euphorie erhofft hatten.« Ein Grund dafür sei die zentrumsfeme Lage der Fachhochschule. Doch auch die Nähe zu den attraktiven Universitätsstädten Bonn und Köln spiele eine nicht unwesentliche Rolle. Denn viele Studenten des RheinAhrCampus wohnten dort. Die Stadt fragt: »Glaubt die Wählergruppe ernsthaft, dass Remagen damit konkurrieren kann oder konkurrieren wird, indem ein paar alte Häuser zu Studentenwohnungen umgebaut werden?« Der Bemerkung der Wählergruppe, dass noch nicht einmal 10 Prozent der Studenten im Stadtgebiet wohnten, entgegnet die Stadt mit der großen Zahl der Studenten aus der Region. Diese»Heimschläfer« würden unmittelbar nach dem »Studientag« Remagen wieder den Rücken kehren. Die Stadt verweist darauf, dass an der Hochschule eine Abschlussarbeit entstehe, die sich unter anderem mit dem Stand der Integration des studentischen Lebens in Remagen befasst. Mit diesen Ergebnissen könne dann gearbeitet werden. »ohne Polemik, ohne Pauschalvorwürfe, ohne Wahlkampfgeplänkel«, so die Stadt.

Der Wochenspiegel hat auch bei Prof. Jens Bongartz von der Leitung des RheinAhrCampus nachgefragt. Der Hochschullehrer sieht ebenfalls noch Verbesserungsbedarf im Zusammenleben und -wachsen von Stadt und RheinAhrCampus. Er habe aber mit Bürgermeister Herbert Georgi schon erste Sondierungsgespräche über die weitere Entwicklung geführt. Bongartz liegt eine attraktive Stadt am Herzen, denn die Entscheidung für einen Studienort falle auch wegen des Umfeldes.

Verwundert ist Prof. Bongartz indes über die Wählergruppe, die zwar Ideen zur Hochschule entwickelt habe, aber noch mit keinem Verantwortlichen der Hochschule darüber gesprochen habe-

Stimmen von Studenten im Innenteil.

Ist die Hochschulstadt Remagen attraktiv?

Wochenspiegel hat bei Studenten der FH Remagen nachgefragt

REMAGEN. Die Wählergruppe Remagen fordert eine »Hochulstadt mit Pfiff«. Dazu hat sie verschiedene Ideen. Diese werden zur Zeit diskutiert. Der Wochenspiegel hat daher Studenten nach der Attraktivität von Remagen gefragt:

Student Elmar Remus: »Remagen hat es offensichtlich seit 10 Jahren verpasst, sich auf die Studenten einzustellen. In der Innenstadt gibt es nicht eine einzige Kneipe, die studentisches Flair ausstrahlt bzw. die hier wohnenden Studenten anspricht und das, obwohl viele Ladenlokale in der Remagener Innenstadt leer stehen.«

Sebastian Meisen studiert in Remagen Gesundheits- und Sozialwirtschaft und schreibt dem Wochenspiegel: »Viele Häuser der Innenstadt sind heruntergekommen und sind wenig ansprechend. Die Einzelhandelsgeschäfte haben meist auch nicht die neusten Verkaufskonzepte. Viele Stellen sind heruntergekommen, wenn nicht sogar recht schmutzig. So ist es nicht schön, an einer Bushaltestelle zu stehen.  Die Fahrpläne sind abgerissen und man weiß nie, wann ein Bus fährt. In Remagen fehlen Kneipen, in denen sich junge Menschen. treffen können. Am Wochenende gehts doch lieber nach Koblenz, Bonn oder sogar Köln, um sich ein Bierchen zu trinken. Remagen hat eher Altherrenkneipen, die ja durchaus auch ihren Platz haben sollen, aber Studenten nicht anziehen.

Auch Stefanie Nousch studiert und lebt in Remagen: » Für Studenten hat Remagen leider recht wenig zu bieten. Es gibt viel zu wenig Orte, an denen sich Studenten treffen und sich austauschen können. Ein paar nette Kneipen und ‘Bars, in denen man sich abends auf ein Glas Bier treffen und quatschen kann und Studenten willkommen sind, würden sicherlich die Stadt nicht nur für Studenten. attraktiver machen. Leider wohnen auch nicht so viele Studenten in Remagen, da der Wohnungsmarkt recht teuer ist. Es wäre sinnvoll, extra einen Wohnungsmarkt für Studenten anzubieten, in dem ausschließlich Angebote für Studenten ausgeschrieben werden.

Studentin Jessika Risler schreibt dem Wochenspiegel: »Gerne würde ich es begrüßen, wenn die vielen Geschäfte, die in Remagen leer stehen, wieder neu eröffnet werden würden, um der Stadt einen offeneren Charakter zu geben. Die geschlossenen, teilweise seit Jahren nicht mehr renovierten bzw. ungenutzten Läden vermitteln eher das Bild, dass Remagen ausgestorben ist.

Student Michael Rosenstihl: »Ich denke, dass man unbedingt etwas tun sollte, um die Stadt auch für die Studenten etwas lebendiger gestalten sollte. Betrachtet man den Studentenanteil der Stadt, so kommen diese kaum auf ihre Kosten. So fehlt z.B. eine Ausgehmöglichkeit, ähnlich einer Studentenkneipe. Es sollte ein Bus zumindest alle 15 bis 20 Minuten von der FH an den Bahnhof fahren, das ist in ziemlich allen Hochschulstädten der Fall.

Impressum WählerGruppe Remagen e.V. Diese Seite Weiterempfehlen