WDR LOKALZEIT Bonn: Video vom 07.07.08

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Kreisverwaltung fordert Beseitigung:

Unkelbacher Jugendliche fürchten um den Fortbestand ihres «Wohnwagen-Jugendtreffs»

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Innerhalb einer Woche über 130 Unterstützungsschriften gesammelt

Ein privater Freundeskreis von 25 bis 30 Jugendlichen aus Unkelbach fürchtet mit den Eltern um den Fortbestand ihres privaten «Wohnwagen-Jugendtreffs». Stein des Anstoßes ist u.a. ein am südlichen Ortsrand inmitten aufgelassener Schrebergärten abgestellter Wohnwagen. Diesen haben sich die Jugendlichen in Eigeninitiative samt einem gepflasterten Vorplatz mit Sitzeinrichtungen zu einem abgelegenen Treff hergerichtet, nachdem sie zuvor nirgendwo im Ort gern geduldet worden sind. Anfang August hat nun die Kreisverwaltung Ahrweiler dem Eigentümer Gernot Stichnote -selber Vater von mitbetroffenen Jugendlichen- eine Aufforderung ins Haus geschickt, den Wohnwagen und andere bauliche Einrichtungen auf seinem Grundstück vor dem Unkelbacher Basaltsteinbruch am Dungskopf innerhalb von zwei Monaten zu beseitigen.

Unterstützung erhalten die Jugendlichen bei ihrem Kampf um den Erhalt ihres Treffs nicht nur von ihren Eltern und der Familie Stichnote als Grundstückseigentümer, sondern auch von der WählerGruppe Remagen e.V. . So hatte Elke Grafen-Müller, Sprecherin der WählerGruppe in Unkelbach und schon vor 12 Jahren erfolgreiche Moderatorin einer «Demo» von damals 40 Jugendlichen pro Einrichtung eines Jugendkellers, kurzerhand eine Lagebesprechung am Wohnwagen angeregt. Dort konnten die Betroffenen auch Stadtratsmitglied Ute Kreienmeier ihre Sorgen und Nöte vortragen, dass der Wohnwagen „als gemeinsamer Ort des Freundeskreises zum Treffen und Feiern“ weggeräumt werden soll. „Wenn das passiert, haben wir keinen schönen Platz mehr“, brachten die 18-jährigen Mauritius Stichnote und Jürgen Hain die Stimmung unter den versammelten Jugendlichen auf den Punkt.

Jugendkeller bisher kein Ersatz

Denn der vor einigen Jahren eingerichtete Unkelbacher Jugendkeller habe nur mittwochs und jeden ersten Freitag im Monat vier Stunden geöffnet. Und vom Kirchplatz oder Feuerwehrparkplatz sei man schon wegen des Ruhebedürfnisses der Anwohner vertrieben worden, so die in einem privaten Freundeskreis zusammengeschlossenen Jungen und Mädchen im Alter zwischen 15 und 18 Jahren. „In einem Lokal müssen wir immer etwas bestellen, was für viele hier zu teuer ist“, ergänzen Stichnote und Hain. Durch den etwas abgelegenen Treffpunkt wüssten einerseits die Eltern, wo sich ihre Kinder in der Nähe aufhielten, ohne aber andererseits die Bewohner des Dorfes durch Feiern und Musik zu stören.

Politik und Verwaltung gefordert

Die WählerGruppe will den Jugendlichen bei ihrer gestarteten Kampagne zum Erhalt des privaten «Wohnwagen-Jugendtreffs» hilfreich zur Seite stehen und die Eingabe bzw. Beschwerde der jungen Staatsbürger an Behörden und Volksvertreter auf Stadt- und Kreisebene flankieren, betont Elke Grafen-Müller ihr Engagement für die Jugend im Ort. Der Freundeskreis der Jugendlichen hat ihr eine Petition mit über 130 Unterschriften von Jungen und Mädchen sowie deren Eltern überreicht. Mit einem kurzen Anschreiben hat sie diese jetzt an Landrat Jürgen Pföhler, Bürgermeister Herbert Georgi und Ortsvorsteher Stefan Kirwald weitergeleitet. „Wir wollen erreichen, dass die Sorgen und Nöte unserer Kinder nicht zwischen den Mühlsteinen der Behörden zermahlen werden, sondern dass sich unsere Politiker, allen voran Landrat und Bürgermeister, rasch für eine tragfähige Lösung stark machen“, fordert die Sprecherin der WählerGruppe. Sie bittet daher die Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung zu einem „runden Tisch“ am «Wohnwagen-Jugendtreff».

 

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