WDR LOKALZEIT Bonn: Video vom 07.07.08

WDR LOKALZEIT Bonn:
Video vom 07.07.08 
mehr...

Archiv / Aktuelles 2005-2011 / Veröffentlichungen 2005-2011 / Zweite Chance für Innenstadt
 

Mitgliederversammlung der WählerGruppe Remagen e.V.

Eine zweite Chance für die Remagener Innenstadt

 drucken  

Die Folgen der aktuellen Beschlüsse von Stadtrat und Remagener Ortsbeirat auf die Entwicklung der Innenstadt und Ortteile standen im Mittelpunkt der diesjährigen Mitgliederversammlung, zu der sich die Mitglieder der WählerGruppe Remagen e.V. am 13. März im Düsseldorfer Hof in Rolandseck trafen.

Der Stellvertretende Vorsitzende Dr. Hans-Gerd Höptner begrüßte in der lebhaften Debatte zur Stadtentwicklung ausdrücklich das Engagement der Remagener Bürgerinnen und Bürger. Es gäbe hier eine größere Zahl von interessanten Ansätzen, die weiterverfolgt werden sollten. Allerdings vermerkte er eher skeptisch die Tatsache, dass die Einzelmaßnahmen bisher weitgehend beziehungslos nebeneinander gestellt würden. Besonders wichtige Synergieeffekte seien daher kaum zu erwarten, umschreibt Höptner die Ausgangslage nach den jüngsten Beschlüssen in den städtischen Gremien.

Die Versammlung beauftragte den Vorstand, sich für einen vernünftigen gemeinsamen Bezugsrahmen aller angestrebten Maßnahmen in der Stadt einzusetzen. Es sollen nun konkrete Vorschläge erarbeiten werden, die der Vorstand zur nächsten Versammlung vorlegen will. Anregungen aus der Mitte der WählerGruppe zielten u.a. auf Fragen zur Finanzierung von Vorhaben. Besonders wichtig war Mitgliedern die Frage, ob für die Neugestaltung der Remagener Innenstadt ein völlig neuer Ansatz gefunden werden muss.

Asbestschiff: »Der Schrott ist fott«!

In ihrem Rechenschaftsbericht ging die Vorsitzende Ute Kreienmeier auf ein „kommunalpolitisch sehr bewegtes Jahr“ ein, in dem die WählerGruppe zahlreiche Aktionen gestartet habe und darüber hinaus auch wichtige Erfolge einfahren konnte. „So hat mit der Entsorgung des Asbestschiffes „Bellevue“ das beharrliche Bohren „dicker Bretter“ dann doch zum Erfolg geführt“, erläuterte Kreienmeier. „Nach zehn Jahre können wir nun endlich sagen: »Der Schrott ist fott«“. Seit 2004 hat sich die WählerGruppe intensiv für die Beseitigung des Asbestschiffes eingesetzt. Dabei hatte sie immer wieder die  Stadt Remagen, die Kreisverwaltung Ahrweiler, die Struktur- und Genehmigungsbehörde Nord in Koblenz und das Mainzer Umweltministerium auf die Gefahren hingewiesen, die von dem Asbestschiff auf die Bevölkerung ausgehen können und dessen Beseitigung eingefordert.

 

Kein Lebensmittel-Discounter am Yachthafen

Am Yachthafen Oberwinter wird es keinen Lebensmittel-Discounter geben. Gegen die Planungen der Stadt hatte lediglich die WählerGruppe erhebliche städtebauliche Bedenken geltend gemacht und einen Eilantrag auf Erlass einer Veränderungssperre im Stadtrat eingebracht. Infolge gab es ebenso massive Proteste aus der Oberwinterer Bevölkerung, die sich ebenfalls gegen den geplanten Discounter auf dem südlichen Werftgelände stellten. „Mittlerweile hat sich das Vorhaben mit der Verabschiedung des gemeinsamen Einzelhandelskonzept für das Mittelzentrum Remagen und Sinzig erledigt“, berichtet Kreienmeier über die Beschlusslage im Stadtrat.

 

Überquerungshilfe im Bereich Arp-Museum kommt

Gute Nachrichten gab es zur Initiative der WählerGruppe, im Bereich des Bahnhofs Rolandseck eine Überquerungshilfe über die B 9 anzulegen. Obwohl sich das Arp-Museum seit seiner Eröffnung im September 2007 mit bisher 50.000 Besucher zu einem Besuchermagnet entwickelt hat, ist das Umfeld des Museums immer noch nicht für einen solchen Besucherandrang gerüstet“, erläuterte Kreienmeier. In einem Schreiben an die WählerGruppe hat der Bürgermeister Anfang März mitgeteilt, dass sich die Stadt und der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Cochem-Koblenz auf eine Lösungsmöglichkeit verständigt hätten. Demnach solle die Zufahrt zur Fähre in Form einer Lingsabbiegespur umgestaltet und anstelle der Sperrfläche auf der B 9 eine oder mehrere Überquerungshilfen gebaut werden. Als weiterer Standort für eine Überquerungshilfe solle auf Vorschlag von Georgi auch die Einmündung Hans-Arp-Allee geprüft werden. In dem Schreiben des Bürgermeisters heißt es weiter, dass der LBM bereits mit den weiteren Planungen zur Einrichtung der Überquerungshilfen begonnen habe. Und auch Minister Hering sowie Staatssekretär Prof. Dr. Hofmann-Göttig hätten ihre weitere Unterstützung zugesagt.

 

In das Jahresprogramm 2008 will die WählerGruppe bereits im April mit einer Wanderung von der Oberwinterer Rheinhöhe zum Arp-Museum starten. Dabei will man der Frage nachgehen, wie das Arp-Museum über Wanderwege erschlossen ist und insbesondere was getan werden kann, damit der »Bell-Etage« des Museums schmutzige Stiefel von wandernden Museumsbesucher erspart bleiben.

 

Impressum WählerGruppe Remagen e.V. Diese Seite Weiterempfehlen